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| Die harmloseren Erkrankungen |
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bauchschmerzen und Blähungen
Insbesondere Babys leiden häufiger unter Bauchschmerzen oder schmerzhaften Blähungen, weil ihr Verdauungssystem noch nicht völlig ausgereift ist.
Das hilft:
Sanfte Bauchmassage im Uhrzeigersinn mit 2 bis 3 Tropfen Kümmelöl
Herumtragen in Bauchlage
In Rückenlage die Beinchen des Kindes wie beim Radfahren auf und ab bewegen
Ein gering gefüllte Wärmflasche
Etwas Fencheltee nach der Mahlzeit
Hinweis: Verwenden Sie auf keinen Fall kampferhaltige Salben oder Öle! Säuglinge und Kleinkinder können hierauf mit einem Kollaps reagieren.
Drei-Monats-Koliken
Gerade Jungen leiden nach der Geburt häufig darunter. Linderung bringen Maßnahmen gegen Blähungen und Bauchschmerzen. Wichtig ist auch, dass Sie ruhig mit dem Kind umgehen und es nicht noch zusätzlich überreizen.
Durchfall
Durchfall - verursacht durch Keime, aber auch durch größere Mengen an Fruchtzucker, Zuckeraustauschstoffen oder eine Nahrungsmittelallergie - bringt den Salz-Wasser-Haushalt durcheinander und kann zu lebensbedrohlichem Austrocknen führen. Deshalb bei anhaltendem Durchfall immer zum Arzt.
Erbrechen
Bei einmaligem Erbrechen kann ein wenig Fencheltee helfen. Ist das Erbrechen schwallartig und öfter in Kombination mit Fieber, sollten Sie den Arzt aufsuchen.
Erkältung
Lassen Sie das Baby etwas erhöht liegen und sorgen Sie für höhere Luftfeuchtigkeit im Zimmer. Reiben Sie Ihrem Kind die Brust mit ätherischen Ölen ein oder legen Sie ein mit ätherischen Ölen getränktes Taschentuch ans Kopfende. Mittel mit Kampfer oder Menthol sollten bei Kindern unter 2 Jahren nicht angewendet werden.
Mehrmals täglich eine halbe bis ganze Tasse Holundertee tut auch gut: 1 Teelöffel Blüten mit ¼ Liter kochendem Wasser aufgießen, 10 Minuten ziehen lassen und vor dem Trinken durchsieben.
Bei Säuglingen mit Erkältung, Fieber über 38,5 Grad und länger anhaltenden, starken Beschwerden sollten Sie unbedingt zum Arzt gehen.
Fieber
Bei leichtem bis mäßigem Fieber (bis 38,5 Grad) können Wadenwickel, Abwaschen des Kindes mit Essigwasser oder Abkühlungsbäder helfen. Wichtig: viel trinken.
Fieber über 38,5 Grad ist immer eine Sache für den Arzt.
Halsschmerzen
Kratzen im Hals, gerötete und geschwollene Rachenschleimhaut und Lymphdrüsen, erhöhte Temperatur und eine Appetitlosigkeit - kurz gesagt: Halsschmerzen sind häufig Anzeichen für eine Infektion des Rachens oder der Atemwege. Geben Sie Ihrem Kind jetzt viel zu trinken, am besten entzündungshemmende, schmerzstillende Tees aus Kamille, Eibisch oder Salbei.
Rezept: ½ Teelöffel getrocknete oder einige frische Salbeiblätter mit ¼ Liter kochendem Wasser aufgießen, durchsieben und abkühlen lassen. Lassen Sie das kranke Kind möglichst einmal pro Stunde damit gurgeln oder vor dem Trinken die Flüssigkeit eine Weile im Mund halten.
Harnwegsinfekte
Brennen beim Wasserlassen oder häufiges Wasserlassen, verfärbter Urin, Schmerzen in der Nierengegend, Fieber - bei diesen Anzeichen sollten Sie auf jeden Fall den Unterleib des Kindes warm halten, ihm viel zu trinken geben und auf die richtige Hygiene achten - den Po immer von vorn nach hinten abwischen.
Lassen Sie vom Arzt auf jeden Fall eine Urinprobe untersuchen. Treten die Infektionen häufiger auf, kann eine Ultraschalluntersuchung erforderlich sein.
Pseudokrupp
Die häufig bei Säuglingen und Kindern im Vorschulalter vor allem in den Abend- und Nachtstunden auftretenden Atemschwierigkeiten und Hustenanfälle werden durch eine Entzündung des Kehlkopfes ausgelöst. Um die Beschwerden zu linden, sollten Sie das Kind beruhigen, es hochnehmen und frische, kalte Luft (Kühlschrank, geöffnetes Fenster) oder feuchte, warme Luft (heiße Dusche) einatmen lassen.
Sie sollten mit dem Kind auf jeden Fall zum Arzt gehen, wenn es einen Pseudokruppanfall hatte. Rufen Sie bei akuter Atemnot direkt den Notarzt.
Säuglingsekzem
Die in den ersten Lebensmonaten vermehrte Talgproduktion zeigt sich durch fettige, gelbliche Schuppen auf geröteter Haut, vor allem auf dem Kopf und im Windelbereich an Po, Brust, Rücken und Gelenken. Bäder mit Ölzusätzen können die Beschwerden lindern. Dicke Schorfplatten weichen Sie am besten mit Babyöl ab. Tragen Sie dann Zink-Schüttelmixtur oder Zink-Vaseline auf die betroffenen Stellen auf.
Soor
Die schmerzhafte Hautinfektion wird durch einen Hefepilz ausgelöst, der wunde und feuchte Hautstellen beim Säugling befällt und rote schuppende Pickel im Windelbereich oder weiße Beläge im Mund mit Brennen und Juckreiz verursacht. Lindern Sie Babys Beschwerden durch häufiges Windelwechseln und gründliches Waschen mit seifenfreiem Wasser mit Kamillenlösung oder Eichenrindensud. Danach gut abtrocknen. Bei Verdacht auf Soor sollten Sie auf jeden Fall zum Arzt gehen.
Verstopfung
Wenn die Flaschennahrung zu konzentriert ist, Ihr Kind zu wenig trinkt oder zu stark schwitzt, kann es zu Verstopfung mit hartem Stuhl aus kleinen, trockenen, eventuell mit Schleim oder Blut durchsetzten Kügelchen kommen. Dagegen hilft viel trinken (Tee, stilles Mineralwasser), Bewegung oder ein Teelöffel Milchzucker pro Flasche. Ältere Kinder füttern Sie am besten mit gekochtem Apfelmus oder Gläschen mit dem Hinweis stuhlauflockernd. Geben Sie auf keinen Fall ohne ärztliche Anordnung Abführmittel oder Klistiere.
Windelausschlag
Wunde, fleckige Haut im Windelbereich und ein deutlicher Ammoniakgeruch sind Zeichen für schmerzhafte Entzündungen. Verzichten Sie in diesem Fall auf Windelhöschen aus Kunststoff und lassen Sie viel Luft an Babys Po, indem Sie diesen nach dem Wickeln oder Baden vorsichtig trocken fönen oder Ihr Kind mit nacktem Po strampeln und krabbeln lassen.
(Forumsbeitrag von pannengeier)
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