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Zahnerosion durch Softdrinks

   

Zahnärzte schlagen Alarm: Wenn die Rezepturen der Softdrink-Herstellung nicht schleunigst verändert werden, drohe den Konsumenten eine rasante Zunahme von Zahnerkrankungen. Grund dafür sei der zum Teil hohe Säuregehalt der vor allem bei Kindern und Jugendlichen beliebten Brausegetränke. Zumindest Kalzium müsse in den meisten der international vermarkteten Softdrinks zugegeben werden, fordert etwa Liz Kay von der British Dental Association. Das würde den zahnschädigenden Aspekt etwas reduzieren.

Untersuchungen der Universität von Island haben ergeben, dass Softdrinks die Zähne extrem angreifen. Der Genuss dieser Getränke stehe in unmittelbarem Zusammenhang mit der Zahnerosion bei Jugendlichen, urteilen die Forscher aus Reykjavik im British Medical Journal. Die Softdrink-Herstellung zählt heute zu den profitabelsten Industriezweigen der Welt. Teilweise greifen die Produzenten noch immer auf 100 Jahre alte Rezepte zurück - die Bereitschaft zu deren Modifikation scheint bislang gering.

Vor ganz anderen Problemen stehen derzeit die Softdrink-Fans in Indien. Dort sind Brausegetränke der Marken Pepsi und Coca-Cola nach dem Fund von Pestiziden heftig unter Beschuss geraten. Die von der EU festgelegten Grenzwerte wurden bei indischer Pepsi Cola um das 36-fache überschritten, bei Coca Cola um das 30-fache. Die Werte sind damit so hoch, dass ein Konsum solcher Lebensmittel eindeutig als gesundheitsschädigend bezeichnet werden kann. Es drohen langfristig Krebs, Schäden am Nerven- und Reproduktionssystem, Geburtsfehler und schwere Erkrankungen des Immunsystems.
(Forumsbeitrag von Frau Mohr)


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© Mike Paßmann, Hamburg