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In der Schule meiner Kinder ist ein Lehrer an Windpocken erkrankt, leider mit Folgen.
Deshalb habe ich mich zu diesem Thema kundig gemacht und dies heraus gefunden:
In Deutschland sterben durchschnittlich wenigstens 8 Menschen im Jahr an Windpocken (Varizellen). Und die Rate schwerer Komplikationen ist höher als allgemein bekannt sein dürfte, besonders bei Jugendlichen und Erwachsenen. Eine Windpocken-Infektion in der Früh-Schwangerschaft führt oft zu dauerhaften Schäden beim Kind.
Aber auch bei gesunden Kleinkindern treten immer wieder schwere Komplikationen als Folge von Windpocken auf. Hierzu zählen vor allem die Folgen einer - meist unerkannten - Zweitinfektion mit Bakterien wie Streptococcus pyogenes oder Staphylococcus aureus, den fleischfressenden Bakterien der Bild-Zeitung. Windpocken können weiterhin Krankheiten des Nervensystems auslösen, etwa eine Hirnhautentzündung (Meningitis) oder eine Hirnentzündung (Enzephalitis). Und Störungen im Gerinnungssystem (Purpura fulminans) sind ebenfalls eine mögliche Folge von Windpocken.
Die Einschätzung der Windpocken hat sich daher in den letzten Jahren geändert, seit Wissenschaftler belegen können, dass Windpocken keineswegs harmlos sind und nicht nur in sehr seltenen Einzelfällen katastrophale Folgen haben. Entsprechend ist die Varizellen-Impfung in den USA, Japan, Korea und seit 2 Monaten auch in England generell für alle Kinder empfohlen.
(Forumsbeitrag von pannengeier)
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