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Wieso, weshalb, warum?

   

Kaum können die Kids sprechen, beginnen sie den Eltern Löcher in den Bauch zu fragen. Dies beginnt meist im Alter von drei bis vier Jahren und die Fragen gehen dann allmählich in die wohl gut bekannten Warum-Fragen über und die Fülle von Fragen scheinen kein Ende zu nehmen: "Warum ist der Himmel blau und sind die Blätter grün? Warum regnet es? Warum sind Männer und Frauen verschieden?" ...

Kinder in diesem Alter beginnen ihre Umwelt ganz genau zu erkunden. Sie interessieren sich für die unterschiedlichsten Ereignisse und Dinge. Doch je genauer die Kids hingucken, desto mehr stellen sie fest, wie viele Dinge sie eigentlich noch nicht wissen und wie viele Zusammenhänge sie noch nicht kennen. Die Neugier ist enorm und die Fülle von Fragen noch größer.

Müssen Kinder so neugierig sein?
Für Mama und Papa sind diese täglichen Fragereien oft anstrengend. Viele Eltern haben auch Angst, dass sie den Wissensdurst ihrer Kinder gar nicht richtig befriedigen können. Diese Angst ist aber unbegründet, denn die Kleinen interessiert nicht die Ursache im eigentlichen Sinn und sie wollen nicht immer die sachliche Antwort eines Erwachsenen hören. Dies ist besonders bei den jüngeren Kindern der Fall. Sie sind vielmehr an dem "Wozu" interessiert. Das heißt, bei der Frage "Warum scheint die Sonne?" will das Kind nicht wirklich die Erklärung hören, weil die Sonne ein Stern ist und deswegen leuchtet. Kleine Kinder sehen in der Sonne ein Wesen, das lebt - ähnlich wie ein Mensch. Sie interessiert, welche Absicht die scheinende Sonne hat. Denn in der kindlichen Welt gilt: Alles dient einem bestimmten Zweck. Deshalb sind die Kleinen auch mit der Antwort zufrieden, dass die Sonne scheint, damit es auf der Erde hell ist, die Tiere und Menschen sehen können oder die Bäume wachsen können. Und ebenso regnen die Wolken, damit die Blumen wachsen können und die Menschen und Tiere trinken können. Wenn Eltern ihren Kindern dabei helfen wollen, die Welt zu verstehen, sollten sie kindgerecht antworten, dabei aber der Wirklichkeit treu bleiben.

Gegenstände haben menschliche Züge
Auch der Entwicklungspsychologe Piaget erkannte: Für ein Kind im Alter von drei bis sechs Jahren ist die Welt noch magisch. Gegenstände leben. Dinge wie Wolken, Bäume, Tische oder Stühle haben Gefühle und können handeln - sie sind wie Menschen. Aus der Sicht des Kindes ist der Stuhl, an dem es sich gerade gestoßen hat, böse und muss bestraft werden.

Nur wer Sprache hört, kann sprechen lernen
Kinder stellen aber auch Fragen, auf die sie die Antwort schon längst wissen. Eltern fühlen sich dann manchmal auf den Arm genommen. Doch die Kleinen tun das nicht, um zu ärgern. Diese Fragen haben einen anderen Sinn. Kinder, die noch nicht in die Schule gehen, sind gerade erst dabei ihre Muttersprache zu erlernen. Über die Sprache lernen sie die Welt verstehen und trainieren gleichzeitig ihre geistigen Fähigkeiten. Sie lieben es, mit den Worten zu spielen und nutzen die Sprache, um mit Papa, Mama und der ganzen Welt zu plaudern. Wenn man gerade etwas Neues gelernt hat, macht es einfach Spaß es auszuprobieren. Kinder stellen ihren Eltern Fragen, um ihre Stimme zu hören, um zu lauschen was sie sagen und wie sie es sagen. Dabei achten sie auf die Wortwahl und die Ausdrucksweise. Der Nachwuchs kann also nicht genug von Sprache umgeben sein. Fragen werden vielleicht auch aus Langeweile gestellt, oder um die Aufmerksamkeit von Mama oder Papa auf sich lenken. Das Kind möchte den Kontakt und Nähe zu seinen Lieben herstellen. Und wenn man miteinander spricht, ist man sich nah.

Schritt für Schritt lernen Kinder die Zusammenhänge in der Welt verstehen.
Erst allmählich entwickelt sich die allgemeine Auffassungsgabe, Sprache und Verständnis werden umfangreicher und mit dem Alter des Schuleintritts kann das Kind auch langsam abstraktere Zusammenhänge erfassen. Die Worte "heute", "morgen" und "gestern" erhalten allmählich Bedeutung. Dem Kind ist beispielsweise nun klar, dass das Spielzeug, das es gestern unter dem Schrank versteckt hat, heute auch noch dort liegt, wenn es niemand weggenommen hat. Die Entwicklung der Fähigkeiten von Sprechen und Denken hängen zusammen. Denn die Sprache ist die Grundlage von Gedanken und beginnt schon im Kindesalter. Sprechen und logisches Denken entwickeln sich Schritt für Schritt. All die praktischen Erfahrungen, die es macht, helfen dem Kind, seine Welt besser und schneller zu verstehen.
(Forumsbeitrag von pannengeier)


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