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Wie Tomka schwimmen lernte

   

Wir gingen spazieren und nahmen Tomka mit. Wir trugen ihn in einer Schultasche, damit er nicht müde wurde. Wir kamen an einen See, setzten uns ans Ufer und warfen um die Wette Steine ins Wasser. Die Schultasche mit Tomka lag im Gras. Er kam herausgeschlüpft, sah die Steine plumpsen und lief zum Ufer.

Tolpatschig, ungeschickt lief er durch den Sand, in dem seine Pfoten beinahe stecken blieben. Nun war er am Wasser, setzte die Pfoten hinein und drehte sich nach uns um. "Lauf, Tomka, lauf ruhig hinein, hab' keine Angst, du gehst nicht unter! Da lief Tomka ins Wasser. Zuerst bis ans Bäuchlein, dann bis an den Hals, dann tauchte er ganz ein, nur sein Stummelschwänzchen ragte heraus. Unter Wasser strampelte er herum, dann plötzlich kam er herausgesprungen - und nieste, hustete, prustete. Er hatte wohl unter Wasser zu atmen versucht, und das Wasser war ihm in Schnauze und Nase geraten. Er brachte auch keinen Stein an Land. Da warfen wir seinen kleinen Gummiball ins Wasser. Tomka spielte sehr gern mit dem Ball, der war sein Lieblingsspielzeug. Der Ball plumpste ins Wasser, drehte sich und blieb dann still auf dem Wasser liegen wie auf einem Fußboden. Tomka erkannte sein Lieblingsspielzeug, da hielt er es nicht aus und lief winselnd ins Wasser.

Diesmal aber ließ er die Nase draußen. Immer weiter ging er hinein, dann schwamm er. Er schwamm bis zu dem Ball, schnappte ihn mit den Zähnen und kam zu uns zurück. So lernte Tomka schwimmen.

Jewgeni Tscharuschin
(Forumsbeitrag von Frau Mohr)


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