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| Wegen Armut früher unfruchtbar |
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Frauen, die in ihrem Leben unter Armut gelitten haben, kommen nach Forschungsergebnissen der Boston School of Health früher in die Wechseljahre als Frauen, die unter günstigeren ökonomischen Bedingungen gelebt haben. Das Wissenschaftlerteam um Lauren Wise glaubt, dass der Stress, der mit Armut verbunden ist, Einfluss auf die Fruchtbarkeit hat. Über 600 Frauen im Alter von 36 bis 45 wurden von den Forschern untersucht. Die Frauen, von denen zum Zeitpunkt der Ersterhebung noch keine in den Wechseljahren war, wurden nach drei Jahren erneut untersucht. Mit der körperlichen Examinierung gingen auch Befragungen nach der finanziellen Situation einher.
Bei Frauen, die während ihres Lebens mit schwierigen finanziellen Situationen konfrontiert waren, trat die so genannte Peri-Menopause früher ein. In dieser Zeit beginnt der hormonelle, biologische und klinische Wechsel in die eigentliche Menopause. Frühe Signale dafür sind Veränderungen in der Dauer, dem zeitlichen Abstand und der Intensität der Blutungen. Armut beschleunigt den Eintritt in die Peri- Menopause um mehr als ein Jahr, so das Ergebnis der Studie, die im Fachblatt Journal of Epidemiology and Community Health veröffentlicht wurde. Im Durchschnitt traten die ersten Symptome der Peri-Menopause mit 44 Jahren auf.
Der frühere Eintritt in die Menopause zeigte sich dabei unabhängig von der Lebensphase, in der die Frauen unter wirtschaftlichen Problemen litten. Finanzieller Stress sowohl in der Kindheit wie auch im Erwachsenenalter hatte diesen Effekt. Auch unter Berücksichtigung von Rauchverhalten, Körpergewicht und Depressionen blieb der Einfluss ökonomischer Faktoren auf die Fruchtbarkeit erhalten.
(Forumsbeitrag von Frau Mohr)
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