|
|
|
|
|
|
| Waldkindergärten - eine Alternative! |
|
|
Bei Regen, Sturm, Sonnenschein, Schnee und Wind. Im Frühling genauso wie im Winter, Sommer oder Herbst - der Wald bietet zu jeder Jahreszeit und bei jedem Wetter ganz unterschiedliche, sehr faszinierende pädagogische Möglichkeiten. Seit den 70er Jahren gibt es daher die Waldkindergärten. Hier sind die Kinder bei Wind und Wetter draußen, sie erleben das Wetter, den Wald und seine tierischen Bewohner hautnah und sie lernen dabei unentwegt. Meist gibt es nur eine kleine Hütte, in der sich die Gruppe bei extremer Witterung aufhält, alles andere findet unter freiem Himmel statt.
Das scheint auf den ersten Blick sehr ungewöhnlich, doch laut der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung drängt es jedes Kind nach draußen, egal, ob es regnet, schneit oder die Sonne scheint. Kinder haben draußen immer etwas zu tun: sie planschen in Pfützen, buddeln im Sand oder legen eine Schlitterbahn an, sie streunen durch das Gebüsch oder beobachten Tiere. Das Konzept der Waldkindergärten beinhaltet eine Stärkung und Stabilisierung der kindlichen Entwicklung durch den ständigen Aufenthalt in der Natur, denn hier erleben und erfahren die Kinder die wechselseitige Abhängigkeit von ihr. Die Kinder werden für Ihr Leben geprägt durch die Erfahrungen, die sie in ihrer Kindheit mit der Natur gemacht haben.
Und auch gesundheitlich hat das Spielen und Lernen an frischer Luft positive Auswirkung auf die Kinder, denn Haltungsschäden werden verhindert und der Appetit und der Schlaf werden reguliert, das Immunsystem der Kinder wird gestärkt und der Bewegungsdrang befriedigt. Durch die Vielfältigkeit des Waldes und das Erleben der unterschiedlichen Witterungen und Jahreszeiten wird die Körperbeherrschung, Kondition und Feinmotorik der Kinder besonders gut ausgeprägt.
Die Natur bietet Kindern vielfältige Möglichkeiten an Spielmaterialien und Spielzeug. Die Kinder konsumieren nicht, sondern haben die Möglichkeit und lernen selber kreativ zu sein und sich ständig auf neue Situationen einzustellen und dafür Lösungen zu finden.
Die Kinder sollen durch die Möglichkeit verschiedenste eigene Erfahrungen zu machen, Vertrauen und Mut in die eigenen Fähigkeiten entwickeln, aber auch ihre persönlichen Grenzen erleben.
Es wird die Kreativität und Phantasie der Kinder angeregt, ohne die klassischen Werte des Kindergartens, wie Sozialverhalten, Sprecherziehung, Bewegungserziehung zu vernachlässigen.
(Mama Lucie)
|

Nächster Tipp:
|
|
|
|
|
|
|
|
|