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| Neuer Vorsorgetest für Schwangere |
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Mit einem neuen Vorsorgetest kann bereits in der elften bis vierzehnten Schwangerschaftswoche geprüft werden, ob das ungeborene Kind am Down-Syndrom oder an Herzfehlbildungen leidet. Der Erst-Trimester-Test, eine Kombination aus Ultraschalluntersuchung und Blutanalyse, wird statt der Fruchtwasseruntersuchung durchgeführt. Der Berufsverband der Frauenärzte (BVF) in München setzt sich dafür ein, dass die risikoarme Vorsorgeuntersuchung jetzt zum Standard in Deutschland wird.
Trisomie 21 oder Down-Syndrom ist in Deutschland immer noch weit verbreitet: Laut Statistischem Bundesamt wurden im vergangenen Jahr 1.129 Kinder mit dieser körperlichen und geistigen Behinderung geboren. Mit steigendem Alter der Mutter erhöht sich die Wahrscheinlichkeit einer Fehlbildung beim Kind. So ist das Risiko für Down-Syndrom bei einer 35-jährigen Mutter bereits viermal so hoch wie bei einer 25-jährigen.
Bislang stand für derartige Risikoschwangerschaften die Fruchtwasseruntersuchung zur Verfügung, bei der eine Probe des Fruchtwassers entnommen und untersucht wird. Dies ist allerdings mit dem Risiko einer Fehlgeburt verbunden. Die neue Vorsorgeuntersuchung ist dagegen nicht invasiv und kombiniert zwei Methoden: Zum einen wird mit einer speziellen Ultraschalluntersuchung die Lichtdurchlässigkeit der Nackenfalte des Embryos gemessen. Sie gibt dem Frauenarzt Aufschluss über das Vorliegen von Chromosomenstörungen oder Herzfehlbildungen.
Die biochemische Blutanalyse der Schwangeren bildet den zweiten Teil der Vorsorge: Hormone und Proteine werden mit der Nackentransparenz in Bezug gesetzt und sichern so die Diagnose ab. Der BVF setzt sich für diesen Erst-Trimester-Test ein, da eine zu 90 Prozent sichere Vorhersage gemacht werden kann, sagt Dr. Klaus König vom BVF. Ein weiterer Vorteil des Testes gegenüber der Fruchtwasseruntersuchung: Die Diagnose könne zu einem viel früheren Zeitpunkt der Schwangerschaft gestellt werden.
(Forumsbeitrag von Frau Mohr)
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