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Verbandkasten vor Urlaub kontrollieren

   

Nach dem Ergebnis einer aktuellen Studie des Freizeitforschungsinstituts BAT fahren in diesem Jahr rund 36 Prozent der Deutschen mit dem eigenen Fahrzeug in den Sommerurlaub. Meist läuft das so: Die Koffer sind gepackt, das Auto voll getankt, Karten und Papiere griffbereit - alles ist startklar. Doch kaum jemand kümmert sich darum, ob der Verbandkasten im Notfall auch einsatzbereit ist.

Für jeden Autofahrer sollte dessen Prüfung aber stets mit zu den Urlaubsvorbereitungen gehören, so Andreas G. Holthaus, Sprecher des Fachbereiches Erste Hilfe im Bundesverband Medizintechnologie (BVMed). Den gesetzlich vorgeschriebenen Inhalt eines Verbandkasten schreibt die DIN 13164 vor. Zudem befindet sich in jedem Verbandkasten eine Liste, in der die vorgeschriebenen Bestandteile aufgelistet sind. Beachtet muss aber auch werden, dass die Verpackung der sterilen Inhaltsteile eines Verbandkastens wie Kompressen, Verbandpäckchen oder -tücher nur eine begrenzte Lebensdauer hat. Nach Ablauf dieser Frist - die Haltbarkeitsdauer der keimfreien Materialien beträgt jeweils fünf Jahre - ist nicht mehr sichergestellt, dass diese Wundauflagen noch keimfrei sind. Kontrollieren Sie daher das vom Hersteller angegebene Verfallsdatum auf den Verpackungen und wechseln gegebenenfalls die abgelaufenen Produkte aus bzw. ergänzen fehlende Bestandteile. Entscheidend für den Notfall ist weiter, dass der Verbandkasten im Auto auch griffbereit verstaut wird.

Ungeeignet ist sicherlich ein Platz unter dem gesamten Reisegepäck, aber auch die Hutablage ist nicht der richtige Ort, denn der Verbandkasten wird dort einer starken Sonneneinstrahlung ausgesetzt und kann bei scharfen Bremsmanövern durch das Auto geschleudert werden. Zu empfehlen ist ein Platz unter dem Fahrersitz - stellen Sie aber sicher, dass er auch beim Bremsen nicht nach vorne rutschen kann. (Redaktion)

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© Mike Paßmann, Hamburg