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Unfallverhütung

   

INFORMATIONSTAG ÜbER UNFALLVERHÜTUNG
Meist beschäftigt man sich erst nach einem Unfall mit dessen möglicher Vermeidung. Dann ist es jedoch oft zu spät. "Präventiv agieren!" lautete daher das Motto des bereits zum 3. Mal von der Kinder- und Jugendchirurgischen Abteilung in Zusammenarbeit mit dem Verein GROSSE SCHÜTZEN KLEINE WIEN veranstalteten "Informationstages über Aktuelle Unfallverhütung und Erste Hilfe im Kindes- und Jugendalter".
Am Samstag, dem 16. März 2002 könnten sich ÄrztInnen, LehrerInnen, KindergärtnerInnen, Tagesmütter, diplomierte Krankenschwestern und Pfleger, SanitäterInnen, Hebammen aber auch interessierte Eltern und Großeltern über Unfallvermeidung und Erste Hilfe informieren.

Dramatische Verletzungen wie schwerste Verbrennungen im Gesicht oder am ganzen Körper, Verätzungen durch giftige Substanzen oder Schädelverletzungen durch Stürze verschiedenster Art gehören zum täglichen Brot eines Kinderchirurgen. "Wir sind laufend mit den zum Teil schwerwiegenden und lebenslangen Folgen von Unfällen konfrontiert," meint Prim. Univ. Prof. Dr. Alexander M. Rokitansky, Vorstand der Kinderchirurgischen Abteilung im Donauspital SMZ-Ost Wien und Leiter von GROSSE SCHÜTZEN KLEINE WIEN: "Es geht nicht nur darum, die Eltern auf die typischen Unfallhergänge und deren Vermeidung anzusprechen, sondern auch den Lehrkörper und die Stellen der Kinder- und Jugendbetreuung zu informieren, sowie mit der Industrie zusammenzuarbeiten, um die moderne Welt des Kindes und Jugendlichen sicherer zu gestalten."

Prof. Rokitansky, der mit seinem Team jährlich 9000 Unfälle bei Kindern und Jugendlichen versorgt, möchte mit Veranstaltungen wie dieser Erwachsene für kindliches Denken und Verhalten in den verschiedenen Entwicklungsstufen sensibilisieren und Präventionstipps geben.
"Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass das Wissen um die entwicklungsspezifischen und somit logischen Unfallrisiken unserer Kinder und Jugendlichen es uns ermöglicht, die Unfallgefahren zu erkennen und somit die notwendigen Präventivmaßnahmen zu suchen, zu finden und einzusetzen." meint Dr. Ursula Kohlhuber, die für die Tagungsorganisation zuständige Ärztin an der Kinder- und Jugendchirurgischen Abteilung des Donauspitals im SMZ-Ost Wien.

Die drei Schwerpunkte der Veranstaltung lagen in den Bereichen Straßenverkehr, Haushalt und Schule/Sport/Freizeit. Die Vortragenden sind in den verschiedensten Unfallgebieten tätig. ÄrztInnen und ChirurgInnen aus den Fächern Kinder- und Unfallchirurgie, Anästhesiologie (Laienreanimation), und Röntgendiagnostik (Unfälle mit Hunden), Vertreter von GROSSE SCHÜTZEN KLEINE, Fachleute aus dem Bereich Erste Hilfe (Jugendrotkreuz), der Bundespolizei, von "Sicher Leben", der AUVA, der Österreichischen Wasserrettung und die Helfer Wiens referierten über Unfälle und Unfallverhütung aus ihren jeweiligen Arbeitsbereichen.

Praktische Umsetzbarkeit übten die TagungsteilnehmerInnen bereits am Informationstag selbst aus: in den interaktiven Workshops wurde wiederbelebt, Erste Hilfe geleistet, Verbrennungen verbunden oder Sicherheitsvorkehrungen im Haushalt montiert.

Mit dem abschließenden Quiz Testen Sie Ihr Unfallrisiko sollte sich der Tagungsteilnehmer auch weiterhin mit der Unfallverhütung aktiv auseinanderzusetzen. (Redaktion)

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© Mike Paßmann, Hamburg