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Umstandsmode von gestern bis heute

   

Wenn der Schwangerschaftsbauch größer wird, passen normale Hosen oder Oberteile nicht mehr. Um sich nicht in eine zu enge Jeans zu quetschen oder in einen zu engen Pullover, ist es ratsam, Umstandskleidung zu tragen. Diese Kleidungsstücke sind speziell für die Zeit während und nach der Schwangerschaft gedacht. Wie bei beinahe jedem Kleidungsstück gibt es auch hier einiges zu beachten.

Zuallererst aber stellt sich die Frage, was Umstandsmode eigentlich ist und woher sie überhaupt kommt. Als Umstandsmode wird generell jedes Kleidungsstück bezeichnet, das für Schwangere konzipiert ist. So sind sie weiter geschnitten als normale Kleidung und oft mit elastischen Einsätzen oder mit Knöpfen versehen. So sind sie länger nutzbar und bei Bedarf manuell verstellbar. Es gibt Hosen, Kleider, Oberteile, aber auch Unterwäsche und Badekleidung für Schwangere.

Mittlerweile gilt es nicht mehr als verpönt, schwanger zu sein. Umstandskleider an sich gab es erst seit Mitte des 19. Jahrhunderts. Damals sollten sie primär den Bauch der Schwangeren verbergen. Leisten konnten sich diese besonderen Kleidungsstücke aber nur wohlhabendere Frauen. Noch bis Ende der 1960er Jahre haben Frauen häufig versucht ihren Bauch zu kaschieren, beispielsweise mittels weitgeschnittener Mäntel oder formloser Kleider. Erst als schwanger sein gesellschaftsfähig wurde gab es auch eine größere Auswahl an Umstandsmode. Da die Modeindustrie Schwangere als Absatzmarkt für sich entdeckt hat, gibt es ein breites Angebot sowie saisonale Trends für Umstandsmode. So muss frau nicht auf Standardkleidung zurückgreifen und kann sich während der Schwangerschaft wohlfühlen, da dies schließlich eine ganze besondere Zeit für die werdende Mutter ist.

Beachten sollte sie aber dennoch einige Punkte. So sollten Frauen am besten auf variable, dehn- bzw. verstellbare Kleidungsstücke mit einfachen Verschlüssen zurückgreifen. Wenn der Bauchumfang wächst ist es so einfacher die Jeans oder die Bluse zuzuknöpfen. Die Schwangerschaft ist nicht gleich mit der Geburt beendet. Auch danach, während der Überganszeit, werden sie noch auf die Umstandskleider zurückgreifen müssen. Haben sie sich für eine verstellbare Umstandsmode entschieden können sie so bares Geld sparen, da der Bauchumfang wächst, bzw. wieder abnimmt und sie nicht andauernd neue Sachen brauchen. Die Umstandsmode sollten sie nach der Schwangerschaft am besten nicht umändern. Bei einer weiteren Schwangerschaft können sie die Kleidung dann gleich wiederverwenden. (stren)

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© Mike Paßmann, Hamburg