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Trauerverarbeitung mit Kindern

   

Wieder einmal ist meine Familie mit einem Trauerfall konfrontriert.
Meine Kinder sind fast 8; 6,5 und 2,5 Jahre alt.
Für die Kleinste ist das Sterben noch unbedeutend, Menschen, die sie nicht so oft sieht sind schnell aus dem Sinn.
Doch die beiden Älteren erleben das Sterben eines Angehörigen schon ganz anders. Ihnen ist der Verlust und die Endlichkeit des Todes bewusst.

Als positiv hat sich für meine Familie erwiesen,
die Kinder an der Trauer teil nehmen zu lassen,
die Gefühle klar auszudrücken,
zu erklären, was mit dem Toten geschieht,
die Entscheidung ob an der Trauerfeier teilgenommen wird den Kinder selber zu überlassen.

Die Ängste, die aufkommen können, sind in Gesprächen gemindert worden. Ich habe sowohl die Trauer über den Verlust, als auch die Freude über das Ende der Leiden versucht darzustellen.

Außerdem, sind meine Mädels von alleine auf den Gedanken gekommen, das der Verstorbene immer in unserem Herzen bleibt, wir selber ihn somit am Leben erhalten.

Die Gespräche über die bevorstehende Trauerfeier, zeigte all ihre Zwänge und die positiven Aspekte auf.
So ist es für die Mädels nicht selbstverständlich gewesen, dass auf einer Beerdigung kein Schneemann gebaut wird, kein Fangen gespielt wird und kein Tanz statt findet.

Die Erwartung der Erwachsenen an ein respektvolles Verhalten ohne Geschrei und Gezanke, muss nach meiner Meinung deutlich dargestellt werden.

All die Tränen der Trauer, sind von mir erklärt worden. Soll heißen, die Tränen können unterschiedlicher Ursache sein:
- Erkenntnis über die Endlichkeit des eigenen Lebens.
- Verlustschmerz.
- Mitleid in der Form, das man sieht, wie andere Menschen, die einem wichtig sind, unter dem Verlust leiden, ausmergeln und nicht mehr so sind wie normal.
- Berührung durch den Todesfall an eine alte Trauer.

In erster Linie habe ich versucht, den Kindern sachlich den Ablauf zu erklären, aber gleichzeitig die Achterbahn der Gefühle näher zu bringen.

Ich wünsche allen, das Ihre Lieben ein langes, gesundes und glückliches Leben führen.

In liebem Gedenken an meinen Schwiegervater Alfred.
(Forumsbeitrag von pannengeier)


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© Mike Paßmann, Hamburg