Mit dem Schulalltag beginnt für manche Kinder eine schwierige Zeit. Schule und Lernen bedeutet für sie vor allem Stress und Frustration. Die Eltern erleben, wie ihre Kinder mit den Anforderungen der Schule nicht klar kommen, trotz intensiver Betreuung.
Nicht selten steckt hinter diesem Problem eine psychiatrische Störung. ADHS ist die Abkürzung für Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung, die häufigste psychiatrische Störung im Kindes- und Jugendalter. Die Auswirkungen der Gehirnstoffwechselstörung auf den Schulalltag sind dramatisch: Neben Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörungen häufen sich die Schwierigkeiten mit Gleichaltrigen.
Zu den Folgen gehören schlechte Noten trotz normaler Intelligenz und eine ADHS-typische negative Schulkarriere. Über 30 Prozent wiederholen die Schulklasse, 56 Prozent benötigen Nachhilfeunterricht, 35 Prozent dieser Kinder verlassen die Schule vorzeitig ohne Schulabschluss - mit kaum abschätzbaren Konsequenzen für ihr weiteres Leben. Die Familien erleben oft Höhen und Tiefen in rasantem Wechsel. An manchen Tagen läuft alles gut, an anderen scheint es überhaupt nicht zu klappen und die Nerven der Eltern liegen blank. Aber Eltern können lernen, sich besser auf die Besonderheiten von ADHS-Kindern einzustellen, erklärt die Kinderärztin und Psychotherapeutin Dr. Elisabeth Aust-Claus aus Wiesbaden. Dabei kann auch das Internet helfen.
So gibt es auf der Internetseite "Mehr vom Tag" fundierte Informationen über Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten des Störungsbildes ADHS. Darüber hinaus bietet die Seite Belohnungs- und Lernpläne zum Herunterladen sowie eine 1x1-Rechenscheibe als Lernhilfe zum Bestellen.
(Redaktion)
Zukunftsarbeit ADHS