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| Tipps für den Kinderwagen-Kauf |
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Es gibt Kinderwagen in unzähligen Farben, Formen, Größen, Designs und Preisklassen. Wie finden Sie unter all diesen Modellen nun den perfekten Kinderwagen?
Hier eine kleine Entscheidungshilfe:
Überlegen Sie sich zunächst, wo und wie sie den Kinderwagen einsetzen wollen. Wenn Sie in der Stadt wohnen und nur aus der Haustür spazieren müssen, um sich auf einem befestigten Untergrund zu befinden, sind wendige und leicht lenkbare Modelle von Vorteil, die auch im Supermarkt ohne Schwierigkeiten zwischen die Regale passen und einen kleinen Wendekreis haben. Sind Sie eher ein Landmensch und genießen regelmäßig ausgedehnte Spaziergänge durch Wald und Wiesen, sind kleine Räder nicht zu empfehlen, hier eignen sich große, starre Luftreifen und eine gute Federung.
Ein anderes Kriterium sind die Größe und das Gewicht. Wer Rückenprobleme hat oder viel mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist und den Kinderwagen oft anheben oder tragen muss, sollte darauf achten ein leichtes Kidnerwagen-Modell zu wählen. Achten Sie auch darauf, dass die Griffhöhe verstellbar ist (das ist besonders beim Buggy nicht selbstverständlich), denn besonders für große Menschen ist es wichtig, dass der Schrittabstand zur Hintertachse groß genug ist, sonst werden Sie beim Gehen behindert. Und auch der Preis spielt eine Rolle. Viele Kinderwagen sind neu sehr teuer. Überlegen Sie sich gut wie lange und wie häufig Sie den Kinderwagen benutzen wollen. Es gibt auch gebraucht sehr gut erhaltene Wagen zu deutlich niedrigeren Preisen.
Die gängisten Kinderwagen-Modelle im kurzen Überblick:
- Der Buggy
Geeignet für Kinder die schon sicher sitzen können (ab ca 9 Monaten), denn meist lässt sich die Rückenlehne nur begrenzt verstellen und es entsteht keine horizontale Liegefläche. Auch die Federung ist beim Buggy in der Regel nicht so weich, wie bei einem Kinderwagen. Buggy´s sind dafür leicht, wendig, klein, schmal und lassen sich mit wenigen Handgriffen zu einem platzsparenden Packet zusammenklappen. Sie haben kleine Räder, die schwenkbar oder starr sind, viele Modelle sind doppelt bereift. Der Buggy eignet sich besonders für Reisen und in der Stadt, da er sehr flexibel ist.
- Der Jogger
Wer unternehmungslustig und sportlich ist, sollte sich für einen Jogger entscheiden. Er hat drei große Räder, sodass man auch auf einem Wander- oder Waldweg bestens voran kommt. Bei den meisten Modellen sind die drei Räder starr, es gibt jedoch auch Varianten, bei denen das Vorderrad flexibel oder fixiert sein kann. Ein Jogger ist leicht lenkbar und sehr laufruhig, auch bei schnellerem Tempo, wie z.B. beim Joggen. Es gibt Jogger-Modelle, die mit einem zusätzlichen Aufsatz als Kombikinderwagen nutzbar sind. Achten Sie beim Kauf eines Joggers darauf, ob eine Handbremse und/oder eine Leine am Griff montiert ist. Das ist besonders wichtig, wenn Sie vorhaben mit dem Wagen zu Joggen.
- Der Kinderwagen
In ihm können Baby´s und Neugeborene ausschließlich liegend transportiert werden. Sobald die Kinder sitzen können/wollen, muss der Kinderwagen ausgemustert und durch ein anderes Modell ersetzt werden. Er ist also nur recht kurze Zeit nutzbar und wird in dieser Form kaum noch angeboten.
- Der Kombiwagen
Der Kombiwagen hat den Kinderwagen weitestgehend abgelöst, da er geeignet ist für Kinder von der Geburt an bis zum 3. Lebensjahr. Man nennt ihn daher auch den mitwachsenden Kinderwagen. Für Baby´s gibt es eine Babyschale oder eine Softtragetasche, sodass sie ausschließlich liegend gefahren werden können. Sobald sie sitzen können, lässt sich der Kombiwagen so umbauen, dass ein bequemer Sitz mit verstellbarer Rückenlehne und Fußstütze entsteht. Bei vielen Modellen lässt sich variieren, ob das Kind gegen- (also zu Mutter guckend) oder in Fahrtrichtung sitzen soll. Die klassischen Kombiwagen haben 4 gleichgroße, feststehende Räder. Es gibt aber auch moderne Modelle, die vorne zwei kleinere und flexible Räder haben. Diese Modelle sind wendiger, lassen sich aber auf unebenen Wegen oder bei Schnee und Eis schwerer schieben. Kombikinderwagen lassen sich in der Regel für den Transport problemlos zusammenklappen, sie variieren jedoch stark in ihrem Gewicht.
- Das Shop'n Drive System
Dieses neue System kombiniert Autositz und Kinderwagen. Mit Hilfe eines Adapters lässt sich der Autositz auf das Kinderwagengestell montieren. Diese Lösung ist besonders für den Alltag und für kurze Wege praktisch, wenn Sie beispielsweise mit dem Auto zum Einkaufen fahren oder das Kind nicht dadurch wecken möchten, dass Sie es aus dem Autositz heben. Als Ersatz für den Kinderwagen eignet sich das Shop`n Drive System jedoch nicht, da das Kind nicht waagerecht und ausgestreckt liegen kann, was besonders in den ersten 6 Monaten sehr wichtig ist, da die Wirbelsäule noch nicht so stark belastet werden darf.
Kurze Checkliste für den Kinderwagen-Kauf
- Passt der Kinderwagen in den Kofferraum Ihres Autos?
- Können Sie den Kinderwagen alleine tragen?
- Lässt sich der Klappmechanismus des Kinderwagens leicht bedienen?
- Schützt das Verdeck vor Wettereinflüssen wie Sonne, Wind, leichter Regen?
- Ist der Stoffbezug aus robustem Material und ggf. abnehmbar und waschbar?
- Gibt es Zubehör zum Kinderwagen wie z.B. Wickeltasche, Sonnenschirm, Regenschutz, Insektenschutz oder Fußsack?
- Welche Reifen hat der Wagen? Luftgefüllte Räder federn besser, können aber auch einen Platten haben, dagegen sind kleinere Buggy-Räder robuster und leichter.
- Lässt sich die Griffhöhe des Kinderwagens individuell an die Körpergröße anpassen? Eine optimale Körperhaltung haben Sie, wenn der Unterarm zum Oberarm einen 90° Winkel bildet.
- Hat der Kinderwagen einen Sicherheitsgurt?
- Ist der Kinderwagen TÜV geprüft und verfügt über ein entsprechendes TÜV-Siegel?
- Wie lange hat der Kinderwagen Garantie?
(Mama Lucie)
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