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Tierisch was los" im eigenen Garten?

   

Tierisch was los" im eigenen Garten ?

Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) e.V. weist daraufhin, dass die über 13 Millionen Hausgärten in Deutschland ungeahnte Möglichkeiten für den Natur- und Artenschutz bieten. So kann ein ökologisch geschickt begrüntes Wohngebiet bis 120 Schmetterlings- und 20 Vogelarten beherbergen.

Wenn auch Sie in Ihrem Garten verschiedene Vogelarten, Insekten wie z.B. Schmetterlinge und Bienen oder Igel, Haselmäuse und andere Kleinsäuger beobachten möchten, sollten Sie die folgenden zehn Tipps der SDW zur Umgestaltung Ihres Gartens in eine grüne "Stadt-Arche" für Pflanzen und Tiere beachten:

Übertreiben Sie nicht Ihre Ordnungsliebe: Pedantisch gepflegte Rasen und kunstvoll geschnittene Sträucher lassen die Tiere aus ihren Garten abwandern.

Pflanzen Sie keine Exoten: Exotische Pflanzen berauben einheimischen Pflanzen und Tieren ihrer Lebensräume. So leben nur sehr wenige heimische Tierarten auf dem oft gepflanzten Essigbaum.

Bei den Pflanzen muss das Motto heißen: heimische Vielfalt. Aus einem falsch verstandenen Ordnungssinn wurden vielerorts heimische Obstarten, Sträucher, Wildhecken, Kräuter und Blumenwiesen aus dem Garten gebannt.

Fördern Sie "Vogelbäume": Schlehe, Pfaffenhütchen, Haselnuss, Schneeball und Holunder bieten Vögeln im Jahreslauf nicht nur Nahrung, sondern Schutz und Brutmöglichkeiten. Im Winter sind Schwarzdorn, Liguster und Hagebutte für Vögel wichtige Nahrungsquellen und wertvoller als die beliebte Winterfütterung am Futterhäuschen.

Fördern Sie "Insektenpflanzen": Nicht jede Blütenpracht ist ein Garant für eine gute Pollen- oder Nektartracht. Schlupfwespen und Schwebfliegen, die natürlichen Feinde der Blattläuse bevorzugen besonders Doldenblütler. Einige ausdauernde Doldengewächse gelten als lästige Unkräuter, lassen Sie sie in einem "wilden Teil" des Gartens überleben. Verschiedene Frühjahrsblüher sind besonders für das Überleben der Hummelköniginnen, Bienenvölker und Wildbienen im Frühling wichtig.

Schaffen Sie einen Platz für Gartenabfälle: Kompostieren Sie Gartenabfälle und lassen Sie das Herbstlaub, Heu und Äste in Haufen zwischen den Sträuchern liegen. Die Laubhaufen bieten für zahlreiche Tiere wie z.B. den Nützlingen Igel, Florfliege und "Ohrenkneifer" nicht nur im Winter ein Quartier.

Gestalten Sie den Garten strukturreich: Seien Sie einfallsreich !Mit jeder neuen Gartenstruktur - wie Trockenmauern, Sandflächen, Steingärten oder Gartentümpel - steigt die Anzahl der tierischen Bewohner.

Vermeiden Sie Chemie im Garten: Durch Fruchtwechsel, Artenvielfalt und Förderung der Nützlinge wird der Einsatz von Pestiziden weitgehendst unnötig.

Geben Sie den Tieren auch künstliche Quartiere: Vogel- und Fledermauskästen, die regelmäßig im Herbst gereinigt werden, ersetzen den in der Stadt häufig fehlenden Bestand an Altbäumen. Künstliche Hummelbauten, Ameisensteine und einfach zu bauende Verstecke für Nützlinge erhöhen die Artenvielfalt.

Seien Sie tolerant bis kooperativ: Tolerieren Sie die Wildheit im Ökogärten des Nachbarn oder erarbeiten Sie sogar mit ihm zusammen eine "Biotopvernetzung" im kleinen.
Die SDW wünscht Ihnen in Ihren "persönlichen Naturschutzgebieten" eine schöne und erholsame Zeit.
(Forumsbeitrag von Katja)


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© Mike Paßmann, Hamburg