Die uralten Kinderängste vor Monstern, Hexen und bösen Geistern werden zunehmend von neuen Schreckgespenstern verdrängt. Statt vor Fantasiegestalten fürchten sich Kinder heutzutage vor Missbrauch, Umweltverschmutzung, Naturkatastrophen, Terroranschlägen oder Arbeitslosigkeit der Eltern. Seit dem 11. September letzten Jahres spuken vermehrt Bilder von Flugzeug-Crashs und einstürzenden Hochhäusern in den Kinderköpfen herum, berichtet Prof. Michael Schulte-Markwort, Arzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie, in der Zeitschrift Familie & Co..
Rund zwei Millionen Mädchen und Jungen in Deutschland litten unter behandlungsbedürftigen Angstzuständen, schreibt die Zeitschrift weiter. Eltern ahnten in der Regel nichts von den Ängsten ihrer Kinder. Die meisten Kinder reden nicht gern über Dinge, die ihnen Angst einflößen, sagt Schule-Markwort. Viele Kinder leiden ganz leise, indem sie ihre Ängste verdrängen.
Erkennbare Symptome seien zum Beispiel Migräne, nervöse Ticks oder Schlaf- und Appetitlosigkeit. Neben verstärkter Zuwendung und Gesprächen sollten Eltern rechtzeitig professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Die Hemmschwelle, mit seinem Kind zum Psychiater zu gehen, ist leider immer noch sehr hoch. Viele scheuen sich vor dem Makel, als Eltern versagt zu haben, so Schulte-Markwort.
(Forumsbeitrag von Frau Mohr)
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