Es ist nicht einfach, wenn zwei Menschen, die aus unterschiedlichen Familienstrukturen kommen, versuchen ihre Kinder zu erziehen.
Für mich scheint der Weg in Gesprächen und Kompromissen zu liegen.
Wichtig finde ich, solche Gespräche ohne Kinder zu führen. Dabei sollten beide versuchen ohne Vorhaltungen auszukommen und sachlich zu bleiben. In emotionsgeladenen Situationen kann dies sehr schwer sein.
Für die Kinder ist es wichtig, das beide Elternteile an einem Strang ziehen. Das gibt den Kindern Sicherheit, die sie brauchen, um sich zu entfalten.
Häufig erlebe ich in meinem Bekanntenkreis Diskussionen, die sehr laut und vor den Kindern und sogar vor Außenstehenden geführt werden. Die Kinder verfolgen jedes Wort. Wenn das Gespräch entgleist, ist das Lernverhalten nicht gerade als positiv anzusehen.
Ein häufiger Streitpunkt scheint in allen Familien das Aufräumen zu sein. Treffen Sie eine klare Absprache mit Ihrem Partner, wie das Wegräumen der Spielsachen zu handhaben ist. Als hilfreich hatte es sich bei uns erwiesen, diese Absprachen schriftlich festzuhalten. Jeder kann nachlesen, was beschlossen wurde. Regeln, die aufgestellt wurden können veralten. Lesen Sie gelegentlich, oder wenn Fehler ersichtlich werden, was Sie notiert haben.
Kompromisse bedeutet nicht immer nach zu geben. Halten Sie an den Dingen, die für sie besonders wichtig sind fest. Doch versuchen Sie Ihren Standpunkt zu erklären, gegebenenfalls mit Beispielen zu untermauern.
Die neuen Regeln, die so entstehen, besprechen wir mit unseren Kindern in der Familienratssitzung. Es erstaunt mich immer wieder, wie ernst die Kinder dieses Zusammentreffen nehmen, und wie sehr sie sich beteiligen. Auch hier werden die Ergebnisse schriftlich festgehalten.
Wie kann man Diskutieren ohne zu eskalieren?
* Was ist das Problem? Die Frage?
* Was will ich erreichen?
* Wie wichtig ist mein Anliegen für mich?
* Welche Folgen können entstehen?
Zum Problem: Vermeiden Sie es, in der Man-Form zu sprechen. Das gibt nicht wieder, was Sie wollen!
Vermeiden sie Begriffe wie: nie, immer, irgendwie. Meistens folgt etwas Angreifendes oder Belangloses.
Konzentrieren Sie sich auf die Fakten. Vermeiden Sie es, den Partner mit Vorhaltungen zu bombardieren. Kategorisieren Sie das Verhalten des anderen nicht.
Versuchen Sie Ihre Gefühle außer acht zu lassen.
Für erfolgreiche Gespräche sind auch der Moment und die Verhältnisse ausschlaggebend
Schalten Sie den Fernseher ab. Wählen Sie einen Tag, an dem es beiden gut geht. Lassen Sie sich Zeit, Termindruck macht aggressiv.
(Forumsbeitrag von pannengeier)
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