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| Stillen senkt Brustkrebs-Risiko |
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Viele Kinder und lange Stillzeiten vermindern das Risiko einer Brustkrebserkrankung. Das berichten Valerie Beral von der britischen Krebsforschungsstiftung Cancer Research in Oxford und ihre Kollegen im britischen Fachjournal Lancet. Demnach können Frauen das Brustkrebsrisiko durch ein Jahr Stillzeit um rund fünf Prozent und durch jede Geburt um sieben Prozent senken. Diese Ergebnisse können die Diskrepanz zwischen den niedrigen Krebsraten in Entwicklungsländern und der steigenden Zahl in Wohlstands-Gesellschaften miterklären, so die Experten. Frauen in der industrialisierten Welt haben eine 6,3-prozentige Wahrscheinlichkeit, bis zum 70. Lebensjahr Brustkrebs zu entwickeln. Im Vergleich dazu liegt das Risiko in Entwicklungsländern nur bei 2,7 Prozent.
Die Mediziner hatten 47 epidemiologische Studien aus 30 Ländern zusammenfassend ausgewertet. Dabei wurden Informationen zum Stillverhalten und der Kinderzahl von 50.302 Brustkrebspatientinnen sowie 96.973 Frauen ohne Brustkrebs berücksichtigt. Jährlich seien allein 25.000 Brustkrebserkrankungen in den Industrienationen zu vermeiden, wenn die Mütter ihre Kinder länger als sechs Monate stillen würden, schreiben die Wissenschaftler. Eine Erklärung für die positive Auswirkung des Stillens auf das Brustkrebsrisiko haben die Forscher allerdings nicht.
Auf einen positiven Effekt des Stillens und Kinderkriegens für das Brustkrebsrisiko hatte es schon zuvor viele Hinweise gegeben. So hatte das Deutsche Krebsforschungszentrum in Heidelberg vor zwei Jahren über eine eigenen Studie berichtet, nach der eine Stillzeit von 13 bis 24 Monaten das Brustkrebsrisiko von Frauen um bis zu 42 Prozent senken kann. Eine Erklärung blieben jedoch auch die deutschen Forscher schuldig. Es hat wahrscheinlich etwas mit Hormonen zu tun, sagte der Stiftungsvorsitzende von Cancer Research UK, Sir Paul Nurse, auf einer Pressekonferenz in London.
(Forumsbeitrag von Frau Mohr)
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