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Kinder: Sport muss Spaß machen

   

Viele Kinder im Schulalter finden Fernseher und Computer reizvoller als körperliche Anstrengung. Dazu kommt, dass Stadtkindern oft die Möglichkeit fehlt, sich richtig auszutoben: Der Spielplatz ist langweilig geworden, auf der Straße ist Spielen zu gefährlich. Sport kann eine Lösung sein: Kinder, die durch Schwimmen, Turnen oder Tanzen gefördert werden, sind Experten zufolge motorisch geschickter, unabhängiger und kontaktfreudiger als andere. Außerdem sind sie motivierter beim Lernen.

Das olympische Motto Dabei sein ist alles gilt auch hier: Wichtig ist nicht in erster Linie, wer am schnellsten laufen kann oder wer gewinnt, sondern, dass der Sport Spaß macht. Daran sollten Eltern vor allem denken, wenn sie die richtige Sportart für ihr Kind suchen. Dass der Vater früher erfolgreicher Mittelstürmer war oder die Mutter eine hervorragende Leichtathletin und die Eltern für den Nachwuchs gerne die gleiche Sportlerkarriere möchten, ist nebensächlich. Ein hoher Leistungsdruck verdirbt Kindern schnell die Lust am Sport.

Ist sich ein Kind seiner sportlichen Neigungen nicht sicher, kann es sinnvoll sein, zunächst verschiedene Sportarten auszuprobieren. Kinder sind schnell für die Sportart eines Freundes oder einer Freundin zu begeistern. Aus der Nähe betrachtet ist der Reiz dann manchmal schnell verflogen. Ein Kind sollte deshalb mindestens dreimal zu einer Sportgruppe gehen, bevor es fest angemeldet wird. Warum also nicht Handball, Schwimmen und Ballett nacheinander ausprobieren und sich erst dann entscheiden?

Teure Ausrüstung sollte in der Probephase nur ausgeliehen werden. Viele Vereine bieten verschiedene Sportarten an. Im Mitgliedsbeitrag ist meistens die Teilnahmeberechtigung an allen enthalten. Angebote in der Nähe der Wohnung erleichtern den später meist notwendigen Fahrdienst zum Training.

Ein Problem können Misserfolge und Hänseleien sein, die vielen Kindern den Spaß an der Bewegung verderben. Wenn ein Kind oft ausgelacht wird, zieht es sich von der Gruppe zurück und verliert die Freude am Sport. Eltern sollten dann versuchen, den genauen Grund für den Rückzug herauszufinden. Gemeinsame Aktivitäten können das angeknackste Selbstbewusstsein wieder aufbauen: Ein Fahrradausflug, eine Runde Inline-Skating oder gemeinsame Ballspiele mit der Familie am Wochenende sind gut geeignet, um die Kinder neu zu motivieren.
(Forumsbeitrag von Frau Mohr)


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© Mike Paßmann, Hamburg