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Augen auf beim Sonnenbrillen-Kauf

   

Sonnenbrillen zu Billigpreisen im Kaufhaus oder beim fliegenden Händler sind eine verlockende Alternative zu den vergleichsweise teuren Modellen beim Augenoptiker. Doch wie ist es um die Qualität der Billigware bestellt? Das wichtigste Merkmal einer guten Sonnenbrille ist der UV-Schutz - und nur bei Markenmodellen vom Augenoptiker habe ich als Käufer die Sicherheit, dass dieser UV-Schutz auch funktioniert, betont Kerstin Kruschinski vom Kuratorium Gutes Sehen (KGS). Gerade in den Frühlings- und Sommermonaten kann die sehr intensive UV-Strahlung das Auge dauerhaft schädigen.

Das CE-Zeichen oder die Aufschrift EN 1836:1997 auf dem Bügel des Brillengestells können zwar als Orientierung für die Qualität der Brillengläser verwendet werden, doch leider sind diese Zeichen oft gefälscht. Beim Kauf einer Sonnenbrille beim Optiker kann der Fachmann das ausgewählte Modell jedoch auf UV-Schutz prüfen. Falsch ist auch die weit verbreitete Meinung, dass dunkle Gläser einen besseren Schutz als helle Gläser bieten. Doch die Farbe ist nicht entscheidend. Auch leicht getönte Scheiben können einen 100-prozentigen UV- Schutz gewährleisten und beinahe komplett schwarze Gläser die schädliche UV- Strahlung unbehelligt passieren lassen. Durch die Tönung und Intensität der Glasfarbe wird lediglich der Blendschutz beeinflusst.

Wenn Sie z.B. eine Sonnenbrille fürs Autofahren suchen, empfiehlt das KGS braun oder grau getönte Gläser, da diese den natürlichen Farbeindruck am wenigsten verfälschen. Warnschilder und Lichtsignale bleiben gut erkennbar. Gelbliche Tönungen verstärken die Kontraste und sind ebenfalls für den Straßenverkehr geeignet. Die Farbpalette der blauen, roten oder grünen Tönungen sollte lieber am Strand oder im Eiscafe getragen werden, denn da geht es weniger um die Sicherheit, sondern mehr um das Aussehen - solange der UV-Schutz stimmt. (Redaktion)

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© Mike Paßmann, Hamburg