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Sicher Radfahren

   

Radfahren ist laengst vom Trend- zum breitensport geworden. Citybikes, Trekkingbikes, Mountainbikes, Fahrraeder aller Arten sind auf den Strassen, den Radwegen und im Gelaende zu finden. Die schonende Bewegung birgt fuer jeden Radler Vorteile, regelmaessig betrieben kann schon eine halbe Stunde taeglich das Wohlbefinden steigern und die Gesundheit foerdern. Doch Radfahren birgt auch das Risiko von Verletzungen. In den meisten Faellen sind es Hautabschuerfungen, doch auch Knochenbrueche oder sogar Schaedelverletzungen sind moeglich.

Laut "Verkehrsklub Oesterreich" (VCOe) passieren jaehrlich 5.500 Fahrradunfaelle. Doch wahrscheinlich sind es mehr, denn nicht alle Opfer werden im Spital versorgt und scheinen daher nicht auf. "Auch beim Radfahren schuetzt die richtige Ausruestung. Radfahrer sollten einen Helm tragen. Handschuhe helfen, schmerzhafte Abschuerfungen zu vermeiden", sagt Dr. Heinz Peter Slatin vom Oesterreichischen Roten Kreuz.

Erste Hilfe leisten zu koennen, wird dann wichtig, wenn ein Unfall etwa beim Mountainbiken im Gebirge oder auf Landstrassen, weit entfernt von rascher Hilfe, passiert. "Mehrere Gefahren drohen bei Hautabschuerfungen und Riss-Quetsch-Wunden. Je nach Tiefe der Wunde koennen groessere Blutgefaesse, Nerven oder Muskeln verletzt sein. Infektionen drohen. Vergessen Sie daher nicht, ein Verbandskaestchen mitzunehmen", sagt Slatin: "So versorgen Sie Wunden richtig: Setzen oder legen Sie den Verletzten hin. Legen Sie einen keimfreien Wundverband an. Beruehren Sie die Wundauflage vorsichtig nur am Rand. Fixieren Sie den Verband mit Heftpflastern oder Dreieckstuch."

Der Verdacht auf einen Schaedelbasisbruch besteht bei Blutaustritt aus Ohr, Nase, Mund oder Augenhoehlen. Slatin: "Fuehren Sie zuerst die Kontrolle der Lebensfunktionen durch. Ist der Patient ansprechbar, wird er mit leicht erhoehtem Kopf und Oberkoerper gelagert. Bei Bewusstlosigkeit ist die stabile Seitenlage durchzufuehren. Eine offene Wunde muss ohne Druck bedeckt werden. Bewusstlose sind auf die verletzte Seite zu legen, ausser der Schaedel ist eingedrueckt. Dann muss er auf die unverletzte Seite gelegt werden. Notruf absetzen!" Bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes muessen in regelmaessigen Abstaenden Lebensfunktionen ueberprueft werden und gegebenenfalls entsprechende Erste-Hilfe-Massnahmen durchgefuehrt werden. Nach einem Radunfall mit Verdacht auf Schaedelverletzung muss daher jeder Betroffene ins Krankenhaus, auch wenn er zunaechst keine Beschwerden verspuert, da sich schwere Gehirnverletzungen auch erst spaeter bemerkbar machen koennen. (Redaktion)

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© Mike Paßmann, Hamburg