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Schwarze Schafe in der Werbung

   

Landesuntersuchungsamt warnt vor chinesischen Schlankheitskapseln: Chinesische Schlankheitsmittel, die zurzeit im Internet und in privaten Kreisen angeboten und verkauft werden, können die Gesundheit gefährden und sind nicht verkehrsfähig. Das ergab die Prüfung einer Verbraucherbeschwerde und weiterer Proben im Landesuntersuchungsamt (LUA), so lautete eine Meldung des Landesuntersuchungsamt Rheinland-Pfalz Anfang August 2005.

Sie versprechen sensationelle Erfolge und Wunder: Medikamente, die gegen Übergewicht, Impotenz, Haarausfall oder Ähnliches helfen sollen. Vorher-Nachher-Bilder belegen den Effekt, Originalzitate von schwärmenden, hoch zufriedenen Patienten oder berühmten Wissenschaftlern, meist ausländischen Apothekern, Professoren oder Ärzten, sollen die Wirksamkeit garantieren. Doch Vorsicht! Wenn das Mittel vermeintliche Erfolge in großformatigen Anzeigen mit solchen Belegen präsentiert, ist es auf keinen Fall ein Arzneimittel, die Empfehlungen oft frei erfunden. Wenn deutsche Ärzte für ein Produkt werben, kann der Konsument davon ausgehen, dass dies schlicht ausgedacht ist. Ärzte dürften laut Gesetz nicht für Medikamente werben.

Dass es sich um ein minderwertiges Produkt handelt, kann der Verbraucher auch daran erkennen, dass auf der Packung Sätze wie ... zur Nahrungsergänzung oder ... zur unterstützenden Behandlung im Rahmen einer Diät zu lesen sind. Die versprochenen Sensationswirkungen aus Anzeige, Broschüre oder Internet sind auf der Packung nicht angegeben. In Sicherheit kann sich der Käufer selbst dann nicht wiegen, wenn die Schachtel den Aufdruck Nur in der Apotheke enthält. Eine exotische Herkunft, universelle Wirksamkeit, hohe Preise - dies alles sind Merkmale, die auf Quacksalberei hindeuten, so die Warnung des Deutschen Grünen Kreuzes e.V.. (Redaktion)

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© Mike Paßmann, Hamburg