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Schütteln mit Todesfolge

   

Ein Schütteltrauma führt bei zwei Drittel der betroffenen Kinder zu Langzeitschäden wie Sehproblemen oder neurologischen Störungen. Ein Fünftel der Kinder überlebt die Verletzungen nicht. Das geht aus einer kanadischen Studie hervor, über die das British Medical Journals berichtet. Die Wissenschaftler prüften die Daten von 364 Kleinkindern, die mit Schütteltrauma in elf kanadische Kliniken eingeliefert wurden. 19 Prozent der Kinder starben an den Verletzungen. Von den Überlebenden trugen 65 Prozent Sehprobleme davon, und 55 Prozent behielten bleibende neurologische Schäden zurück.

In der Untersuchung wurden Kinder bis zu einem Alter von fünf Jahren berücksichtigt. Das Durchschnittsalter betrug knapp fünf Monate. Bei 60 Prozent der Kinder waren bereits zuvor Hinweise auf Misshandlungen bekannt.

Ein Schütteltrauma entsteht, wenn Kinder am Oberkörper oder an den Oberarmen gehalten und dabei so geschüttelt werden, dass der Kopf nach vorne und nach hinten schwingt. Kleinkinder reagieren darauf besonders empfindlich, weil ihr Kopf einen großen Teil der Körpermasse ausmacht und die stabilisierende Nackenmuskulatur noch wenig ausgeprägt ist.
(Forumsbeitrag von Frau Mohr)


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© Mike Paßmann, Hamburg