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Schnarchen gefährdet Schulerfolg

   

Häufiges Schnarchen kann die Schulleistung von Kindern deutlich vermindern. Das hat eine Studie mit über 1.100 Drittklässlern in Hannover ergeben, die jetzt vom Universitätsklinikum Tübingen vorgestellt wurde. Demnach schnarchte etwa jeder zehnte Schüler nachts oft oder dauernd. Im Vergleich zu Nichtschnarchern hatten Kinder dieser Gruppe deutlich häufiger schlechte Noten in Mathematik, Rechtschreiben oder Sachunterricht.

Das Risiko für schlechte Schulleistungen (Noten ausreichend bis ungenügend) stieg mit der Häufigkeit, mit der die Kinder schnarchten. So erhielten zum Beispiel nur 16 Prozent der Schüler, die nie schnarchten, schlechte Noten in Mathematik. Bei Kindern, die oft schnarchten, waren es bereits 28 Prozent. Bei Schülern, die jede Nacht schnarchten, hatte sogar fast jeder zweite (48 Prozent) im letzten Zeugnis eine 4, 5 oder 6 in Mathematik.

Die Ursache für die mangelhaften Leistungen war der Studie zufolge nicht ein vermuteter Sauerstoffmangel auf Grund der gestörten Atmung. Die Erklärung liege vermutlich in der direkten Auswirkung des gestörten Schlafes: Kinder waren nach durchschnarchter Nacht morgens müde und dadurch weniger konzentriert. Dies galt unabhängig vom Sauerstoffgehalt des Blutes.

Als ein Grund für häufiges Schnarchen gelten besonders große Gaumen- und Rachenmandeln. Mediziner empfehlen Eltern, mit betroffenen Kindern zum Facharzt zu gehen.
(Forumsbeitrag von Frau Mohr)


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© Mike Paßmann, Hamburg