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| Schadstoffe in Babykleidung |
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Die Liste der Schadstoffe, die in insustriell hergestellter Kleidung vorgommen ist lang und macht auch keinen Halt vor Babykleidung. Da die Haut von Neugeborenen und Säuglingen jedoch besonders durchlässig und empfindlich ist, sollten Sie bei der Kleidung für Ihr Baby besonderen Wert auf Schadstofffreiheit legen. Zudem nehmen Babys durch ihren höheren Stoffwechsel und eine stärkere Atmung mehr Schadstoffe auf als Erwachsene. Baby´s nehmen zudem alles in den Mund und nuckeln darauf herum, auch ihre Kleidung und Bettwäsche, so dass Schadstoffe leicht in den Körper gelangen können. Die häufigste Reaktion sind Kontaktallergien.
Bei Grauimporten, die beispielsweise auf Wochenmärkten angeboten werden, lassen sich allerdings auch Krebs erregende Farbstoffe in den Textilien nachweisen, sogenannte Azofarben, deren Verwendung in Deutschalnd seit 1996 verboten ist. (Das Verbot gilt auch für die Einfuhr von Textilien, die mit Azofarben behandelt wurden.) Vermeiden Sie es daher unbedingt, sehr günstige und bunte Kleidung an Marktständen zu kaufen!
Wie lässt sich das Risiko von Schadstoffen in der Babykleidung darüber hinaus minimieren?
Durch viele Tests und Untersuchungen von Verbraucherschutzorganisationen wurde deutlich, dass der Kaufpreis nicht immer Aufschluss über die Qualität der Ware bietet. Das heißt: teure Babykleidung ist nicht automatisch mit weniger Schadstoffen belastet, als billige Kleidung. In der Umkehrung lässt sich allerdings festhalten, dass sich hochwertige und schadstoffreie Kleidung nicht für Cent-Beträge produzieren lässt. Sehr günstige Babykleidung von Textildiscountern ist folglich mit hoher Wahrscheinlichkeit auch schadstoffbelastet.
Bei aller Kleidung gilt, je öfter sie gewaschen wurde, desto besser. Denn gerade die Schadstoffe, die sich auch durch Körperschweiß aus der Kleidung lösen, werden beim Waschen ausgespült und so entfernt. Second-Hand-Ware ist demnach weniger belastet, als Neuware.
Sinnvoll ist es, sich an verschiedenen Prüfsiegeln zu orientieren, die nur nach eingehender Prüfung der Textilien auf Schadstoffe und Gifte verwendet werden dürfen. Am bekanntesten ist das "Öko-Tex® Standard 100"-Siegel, das von der Internationalen Gemeinschaft für Forschung und Prüfung auf dem Gebiet der Textilökologie (Oeko-Tex®) herausgegeben wird.
Zwei weitere verlässliche Siegel sind die des Internationalen Verbands der Naturtextilhersteller (IVN). Sie vergeben derzeit ein weniger strenges Siegel, das mit "better" (oranges Siegel) bezeichnet wird und ein strengeres, dass "best" (blaues Siegel) genannt wird.
Wenn Sie auf Nummer Sicher gehen wollen, greifen Sie besonders bei Kleidungsstücken, die Ihr Baby direkt auf der Haut trägt, wie Bodys, Schlafanzüge, Mützen etc., zu ungefärbten Materialien und Naturprodukten wie Baumwolle aus kontrolliert biologischem Anbau (kbA).
Was sie unbedingt vermeiden sollten, ist der Kauf von Kleidung mit dem Hinweis: "separates Waschen erforderlich", denn hinter dieser Formulierung steckt die Tatsache, dass die Farbstoffe und Chemikalien nicht sehr fest mit den Fasern des Stoffes verbunden sind.
(Mama Lucie)
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