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| Rotaviren: Winzig, aber tückisch |
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Erkranken Kleinkinder an einem akuten Durchfall, vermuten die Eltern meist, an der Verdauungsstörung sei die Nahrung Schuld. Das stimmt jedoch nur manchmal: Die Hauptursache von Durchfällen sind Infektionen, sagt der Mainzer Kinderarzt Prof. Heinz-Josef Schmitt, Vorsitzender der Ständigen Impfkommission (STIKO) beim Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin, und fügt hinzu: Der mit Abstand häufigste Durchfallerreger im Baby-und Kleinkindalter ist das Rotavirus.
Rotaviren können sehr leicht übertragen werden, bereits winzige Virusmengen reichen aus, um ein Kind zu infizieren. Kinder, die die Viren in sich tragen, scheiden diese in hoher Konzentration mit dem Stuhl aus. Die Infektion erfolgt dann von Kind zu Kind durch verschmutzte Hände oder Gegenstände. Die meisten Kinder erkranken in den Wintermonaten. Neben dem Durchfall leiden sie häufig auch unter Erbrechen, Fieber und starken Bauchschmerzen.
Durchfall bedeutet für Babys und kleine Kinder ein ungleich größeres Risiko als für größere Kinder und Erwachsene. Denn dem kleinen Körper setzt der Flüssigkeitsverlust erheblich stärker zu, sagt Prof. Schmitt. Bisher besteht die einzige Behandlung der Infektion aus dem raschen Ersatz der verlorenen Flüssigkeit und der Mineralsalze. Medikamente helfen nicht. Deshalb werde weltweit mit großem Nachdruck an der Entwicklung eines verträglichen Impfstoffes gearbeitet, so der Kinderarzt.
Zurzeit befindet sich ein neuer Rotavirus-Impfstoff in der klinischen Prüfung. Für die Teilnahme an der streng überwachten Studie werden noch weitere Säuglinge im Alter von sechs bis zwölf Wochen gesucht. Junge Eltern, die wissen möchten, ob ihr Baby für die Teilnahme geeignet ist, können sich an eine Hotline (Tel.: 089 / 23 66 50-15, Fax: 089 / 23 66 50-50, E-Mail: info@cro-munich.com) wenden. Dort erfahren sie auch, welche Kinderärzte in ihrer näheren Umgebung an der Studie beteiligt sind. Zusätzliches Pieksen neben den üblichen Standardimpfungen ist übrigens für das Baby nicht zu befürchten: Der neue Impfstoff wird als Schluckimpfung verabreicht.
(Forumsbeitrag von Frau Mohr)
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