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Wenn es draußen stürmt und regnet, sollten Kinder trotzdem an die frische Luft - dann eben warm eingepackt mit Regenjacke und Gummistiefeln. Doch nicht alle Regenhüllen fördern die Gesundheit, im Gegenteil: Die Zeitschrift Ökotest hat nun Regenjacken getestet und in 4 von 14 Produkten gesundheitsschädliche Fluorchemikalien gefunden.
Elf der getesteten Jacken erhielten zudem eine erhöhte Konzentration von hormonell wirksamen Weichmachern. Giftige organische Zinnverbindungen fanden sich in allen Produkten. Die Stoffe dienen wahrscheinlich dazu, die feuchten Regenjacken vor Schimmel zu schützen. Sechs Regenjacken sind erheblich mit den bedenklichen Schwermetallen Cadmium, Blei oder Chrom belastet. Diese stecken oft in den Farben. Blei fand sich in einer Jacke in stark erhöhter Konzentration.
Für die Imprägnierung von Regenjacken wurden bislang häufig Perfluoroktansäure (PFOA) und Perfluoroktansulfonsäure (PFOS) verwendet. Deren schädliche Eigenschaften aber sind inzwischen bekannt und untersucht, Hersteller ersetzen sie daher durch Abkömmlinge. Im Fall der Kinderregenjacken werden neuerdings etwa Perfluordecan-, Perfluorhexan- und Perfluornonansäure eingesetzt. Sie gehören ebenfalls zu den perfluorierten Substanzen und sind laut Umweltbundesamt mit den PFOA nah verwandt.
Außerdem wird Perfluorbutansulfonsäure verwendet. Alle vier müssen ebenfalls als problematisch eingestuft werden, warnt das Deutsche Grüne Kreuz. PFOA und PFOS etwa lösen bei Ratten Missbildungen aus, vermutlich auch bei Menschen. Diese Stoffe sind im Körper schwer abbaubar, beeinträchtigen die Entwicklungs- und Fortpflanzungsfähigkeit und können Blasen- und Prostatakrebs auslösen.
(Redaktion)
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