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| Reform drückt Impfrate bei Kindern |
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Experten registrieren einen drastischen Rückgang der Impfquote bei Kindern. Im Vergleich zum Vorjahr haben fast 30 Prozent weniger Eltern ihre Kinder gegen Masern impfen lassen, sagte das Mitglied der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut in Berlin, Ursel Lindlbauer-Eisenach. Auch die dringend empfohlenen Erstimpfungen bei Säuglingen und Kleinkinder seien um zehn Prozent zurückgegangen.
Grund dafür sei vermutlich ein Missverständnis: Offenbar hat sich bei den Eltern der Irrglaube festgesetzt, dass auch ein Besuch beim Kinderarzt mit einer Praxisgebühr verbunden ist, vermutet Lindlbauer-Eisenach. Dies sei aber - im Gegensatz zu allen anderen Arztgruppen - nicht der Fall.
Das Bundesgesundheitsministerium wollte die Zahlen aufgrund fehlender Statistiken zwar nicht bestätigen. Eine Sprecherin wies jedoch darauf hin, dass Schutzimpfungen Vorsorgeleistungen seien, für die sowohl Kinder als auch Erwachsene keine Praxisgebühr zahlen müssten. Hinzu komme, dass Kinder und Jugendliche bis zum Alter von 18 Jahren grundsätzlich von der Praxisgebühr befreit seien.
(Forumsbeitrag von Frau Mohr)
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