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Teenager sind nach Ansicht britischer Mediziner eine tickende Gesundheits-Zeitbombe. Frühe sexuelle Erfahrungen, Alkoholmissbrauch, Drogen, Tabakkonsum und einseitige Ernährung seien Wegbereiter für sexuell übertragbare Krankheiten, Fettleibigkeit und andere gesundheitliche Probleme, warnen die Experten der British Medical Association (BMA). Teenager seien die einzige Gruppe, deren Gesundheitszustand sich in den vergangenen Jahren dramatisch verschlechtert habe.
Die Wissenschaftler zeichnen ein düsteres Bild von der gesundheitlichen Verfassung der jungen Generation: Knapp einer von fünf 15-Jährigen ist fettleibig, jeder Fünfte leidet an psychischen Problemen wie Depressionen oder Essstörungen. Gründe dafür sehen die Experten in einer einseitigen Diät, zu wenig körperlicher Betätigung, exzessivem Alkoholkonsum und Drogenmissbrauch.
Auch das Sexleben der Heranwachsenden bereitet den Experten Sorge. Jedes zehnte 16- bis 19-jährige Mädchen ist Schätzungen zufolge mit Chlamydien infiziert. Viele der Betroffenen haben kaum Beschwerden und bemerken daher ihre Infektion nicht. Dadurch erhöht sich das Risiko einer chronischen Erkrankung und einer unbemerkten Verbreitung. Die Bakterien können zu Unfruchtbarkeit und schweren Unterleibsentzündungen führen. Auch das Risiko einer ektopischen Schwangerschaft (die Eizelle nistet sich außerhalb der Gebärmutter im Eileiter oder in der Bauchhöhle ein) ist gegeben.
Bessere Medikamente helfen alten Menschen die Leiden des Alterns zu lindern und Vakzine schützen Babys vor Infektionen, sagt Russell Viner, Experte für medizinische Jugendvorsorge am Great Ormond Hospital in London. Für die Heranwachsenden gebe es dagegen keine wirklich wirksamen Maßnahmen. Politiker müssten sich deshalb stärker für eine gesunde Jugend einsetzen. Vor allem eine Einschränkung des Alkohol- und Zigarettenverkaufs, aber auch ein Werbeverbot für die legalen Drogen könnten die Situation nach Ansicht der Mediziner verbessern.
(Forumsbeitrag von Frau Mohr)
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