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Pommes nichts für Stillende

   

Schwangere und stillende Mütter sollten nach einer Warnung von Medizinern keine Pommes frites oder andere mit Acrylamid belastete Lebensmittel essen. Wie das Nürnberger Institut für Biomedizinische und Pharmazeutische Forschung jetzt mitteilt, gelangt die Substanz über den Körper der Frau in den Fötus und die Muttermilch. Das sei in Zusammenarbeit mit der Universitätsklinik München-Großhadern nachgewiesen worden. Acrylamid entsteht bei hohen Temperaturen aus Aminosäuren und Kohlehydraten. Das Gift schädigt nachweislich die Nerven und löst im Tierversuch zudem Krebs aus.

Prof. Fritz Sörgel erklärte in Nürnberg, Kartoffeln seien zwar gesund für Schwangere und Stillende - nur eben nicht als Pommes frites, Kartoffelchips oder Bratkartoffeln. Schwangere sollten höchstens 20 Nanogramm Acrylamid täglich aufnehmen: Das erreicht man schon mit zehn Gramm Kartoffelchips. Stillende sollten in den ersten zwei Monaten nach der Geburt des Kindes vollständig auf belastete Lebensmittel verzichten.

Mit der Muttermilch könne ein Säugling täglich bis zu zehn Nanogramm Acrylamid aufnehmen, so Sörgel weiter. Für Erwachsene gelte nach schwedischen Schätzungen, dass pro Nanogramm und Kilo Körpergewicht schon zehn Krebsfälle unter 1.000 Menschen auftreten könnten. Säuglinge seien aber in ihrem Stoffwechsel viel empfindlicher, warnte Sörgel. Er forderte sofortige Reihenuntersuchungen, um echte Grenzwerte festlegen zu können.
(Forumsbeitrag von Frau Mohr)


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© Mike Paßmann, Hamburg