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| Ostergedicht: Glockenblümchen |
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von Petra Virbinskis
ganz einsam einst am Wegesrand
ein lieblich Glockenblümchen stand
es war so zart und sehr zerbrechlich
von großer Schönheit - unbestechlich
so stand es da,´ne lange Zeit
und träumte von Gemeinsamkeit
um sie herum gab es nur Steine
sie fühlte sich so sehr alleine
so wuchs sie über sich hinaus
wollt´seh´n, was ist hinter´m Haus
merkte nicht was dicht geschah
´ne zweite Blume war nun da
die zweite Blume mühte sich
doch das Blümchen sah es nicht
war viel zu sehr beschäftigt
und fühlte sich belästigt
sie strebte nach ´ner Rose hin
die fand sie ja so wunderschön
nur leider war sie so weit fort
und Blümchen wünscht sich an den Ort
die Glockenblume war gekränkt
lang hat sie sich den Hals verrenkt
doch Blümchen schaut nur immerzu
zur Rose hin, findet keine Ruh´
die Glockenblume wand sich ab
hat lange drüber nachgedacht
doch kam sie zu dem Schluß für sich
mit Glockenblümchen geht es nicht
das Glockenblümchen steht noch heute
schaut nach der Rose - was die freute
und hat nur immer eins im Sinn
wie komm´ich zu der Rose hin
so merkt sie nicht, was wichtig ist
ob´s mit der Rose richtig ist?
die Glockenblume ist nun fort
und Glockenblümchen - allein am Ort
(Forumsbeitrag von Frau Mohr)
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