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Ostereier natürlich färben

   

Alle Jahre wieder stellt sich die selbe Frage: selber färben oder kaufen? Die teilweise fertig grellbunt gefärbten Ostereier im Supermarkt sind natürlich verlockend, sind aber meist mit künstlichen Ostereierfarben bemalt. Diese sind zwar alle lebensmittelrechtlich zugelassen, enthalten aber oft Azofarbstoffe, die als schwache Allergene bekannt sind, berichten die Experten des Deutschen Grünen Kreuzes. Das sind z.B. E 151 (Brilliantschwarz), E 122 (Azorubin), E127 (Erythrosin) und E 102 (Tartrazin). Durch geplatzte Schalen oder poröse Stellen können diese Stoffe ins Ei gelangen und bei entsprechend empfindlichen Personen eine allergische Reaktion auslösen. Die familienfreundliche und gesunde Alternative ist das Selberfärben mit pflanzlichen Zutaten. Durch das Abkochen von Blättern, Früchten oder Wurzelteilen kann man eine schöne Farbpalette erzielen. Ein Sud aus Zwiebeln, Rotkohl oder Heidelbeeren macht sehr warme bräunliche bis bläuliche Farbtöne.

Der Saft der Roten Beete für rote Eier, Spinat für grüne, Kümmel, Kamille oder Safran für gelbe, Holundersaft für lilafarbene: All das sind unbedenkliche Alternativen zu künstlichen Farbstoffen. Ein Lindgrün gelingt ganz einfach mit MateTee und ein schönes Violett mit getrockneten Heidelbeeren. Die Eier werden in einem filtrierten Sud aus den Pflanzenbestandteilen hart gekocht oder darin fünf Minuten bis eine Stunde eingelegt, je nachdem wie intensiv der Farbton werden soll. Pflanzenfarben werden noch leuchtender, wenn man dem Farbbad einen Schuss Essig beigibt.

Vorsicht: Auch der natürliche Farbstoff Kurkumin, der gerne zum Färben der Eier verwendet wird, kann in Einzelfällen Hautrötungen, Nesselsucht, einen Neurodermitisschub oder Asthmaanfälle hervorrufen, so die Warnung des Deutschen Grünen Kreuzes. Kurkumin oder E100 ist ein pflanzlicher, gelber Farbstoff. Er wird aus der Gelbwurzel gewonnen. Kurkumin wird verwendet, um zum Beispiel Kartoffelflocken zu färben und diesen ein frisches Aussehen zu geben. Außerdem kann es in Currypulver, Senf, Suppen, Soßen, Konfitüren, Süßwaren, Wurst oder alkoholfreien Getränken mit Aromen enthalten sein. (Redaktion)

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© Mike Paßmann, Hamburg