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| Allgemeines zur Neurodermitis |
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Ganz allgemein zur Neurodermitis (oder auch AD = Atopische Dermatitis = Endogenes Ekzem = Neurodermitis): bei AD kocht die Haut und das führt zu Juckreiz. Denn wenn Du mal auf die wunden Stellen fasst, wirst Du merken, das sie im Gegensatz zu der heilen Haut daneben, richtig warm/heiß ist. Neurodermitis kann sowohl durch Stress (positiven und negativen), als auch durch Nahrungsmittel und sonstige Stoffe hervorgerufen werden.
Neurodermitishaut ist sehr trocken und kann Feuchtigkeit nicht lange speichern, deshalb sollte man auf rückfettende Bäder achten und die Haut cremen um Feuchtigkeit zuzuführen. Jojoba-Öl, Vaseline und alle Cremes und Salben
welche nicht sofort einziehen, sondern noch eine Weile auf der Haut verbleiben sind NICHT geeignet. Unter diesen Salben und Cremes staut sich die Wärme, was die Haut dazu veranlasst zu schwitzen und dann entsteht der Juckreiz.
Auch sollte man nicht oft baden (waschen reicht), und schon gar nicht zu heiß (trocknet beides die Haut aus). Nach dem Bad oder dem Waschen nicht abrubbeln sondern nur Trockentupfen, am besten so trocknen lassen oder evtl. Trockenfönen.
Baden in Wasser mit etwas Olivenöl und etwas Milch (muss als Emulgator dazu, sonst schwimmt das Öl auf dem Wasser und verfehlt seinen Zweck).
Wer den Geruch von Olivenöl nicht mag, kann es auch mit Avocadoöl oder Borretschöl versuchen.
Leichte, lockere atmungsaktive Kleidung, (unter enger schwitzt die Haut), am besten aus Baumwolle. Cashmeere und Wolle ist nicht so geeignet, wegen der gröberen Struktur, welche auf der Haut kratzt.
Sind offene Stellen da, sollte man sehen, dass sie schnell wieder verheilen, da die offene Haut sehr anfällig ist und zudem auch sehr schmerzt. Hier kann kurzfristig Kortisoncreme (sofern sie vertragen wird) eingesetzt werden. Danach sollte man mit einer Harnstoffhaltigen Creme arbeiten, da Harnstoff gut vertragen wird, Verhornungen (Narbenbildung) vorbeugt und die Feuchtigkeit in der Haut hält. Beim Arzt gibt es Rezepte dafür. Nach der harnstoffhaltigen Salbe benötigt man dann eine gute Basispflege. Was hier gut vertragen wird und was nicht, muss man herausfinden und das kann dauern.
Vor allem benötigt man einen guten Arzt. Einen der Neurodermitis oft genug sieht, aber kein ausgeprägtes Schubladendenken hat, also nicht bei Salbe A anfängt und bei Z irgendwann aufhört, sondern eine individuelle Pflege anbietet und verschreibt.
Ekzeme:
Ekzeme und andere Allergien sind in den letzten 10 bis 20 Jahren immer mehr in den Vordergrund getreten. Ihre Häufigkeit nimmt zu, und man führt dies auf die zunehmende Umweltverschmutzung zurück. Exakte Zahlen zu bekommen ist fast unmöglich, und es ist auch schwierig, viele der Vermutungen zu objektivieren.
Zur Behandlung von Allergien ist es wichtig, die auslösende Ursache zu kennen. Dazu wurden verschiedene Testmethoden entwickelt. Trotzdem ist es oft nicht möglich, die für die Allergie verantwortlichen Komponenten zu finden, und es ist ebenso wenig immer möglich, eben diese auslösenden Faktoren zu meiden. So bleibt einem dann nichts anderes übrig, als die Reaktion des Körpers, in diesem Fall die Ekzeme, zu behandeln. Viele verschiedene Substanzen sind dazu entwickelt worden, auf die ich hier nicht eingehen möchte. Zu einem ganz wichtigen Medikament möchte ich doch etwas erklären, da ich festgestellt habe, das sehr viele Irrmeinungen darüber bestehen und auch sehr viel Unrichtiges und Unsinn darüber geschrieben worden ist. Ich meine das Kortison.
Kortison ist ein körpereigenes und lebenswichtiges Hormon, dass in der Nebennierenrinde gebildet wird. Sein völliges Fehlen, zum Beispiel infolge von Krankheit oder nach der Nebennierenentfernung, führt in wenigen Tagen zum Tode. Es gehört zur Gruppe der Steroidhormone, wie auch die Androgene (bekannt durch Doping, da sie helfen Muskelmasse zu bilden) und Östrogene sowie
Gestagene (als Anti-Baby-Pille in verschiedenen Zusammensetzungen sehr häufig eingesetzt).
Es gibt eine ganze Reihe von unterschiedlichen Kortisonen im Körper, deren Wirkungen sich unterscheiden und die bei vielen verschiedenen Mechanismen unseres Körpers eine herausragende Rolle spielen. So wirken sie zum Beispiel
auf den Zuckerstoffwechsel ein, aber auch bei dem Verhalten eines Menschen spielen sie eine Rolle, um nur zwei Dinge herauszugreifen. Das ganze System ist sehr komplex und kompliziert.
Kortison ist in der modernen Therapie eines der wichtigsten Medikamente, die wir haben. Doch bei vielen Menschen wirkt allein das Wort Kortison abschreckend, wobei etliche nicht wissen, dass es eine körpereigene Substanz ist.
Die berechtigten Schreckensmeldungen über Nebenwirkungen des Kortisons, stammen aus einer Zeit, als man noch zuwenig Erfahrung hatte. Oft gab man es zu lange und in zu hoher Dosierung, und das hatte in der Tat oft böse Folgen. Inzwischen sind die Kortisone besser geworden, so dass gezielter therapiert werden kann. In vielen Notsituationen wirkt Kortison lebensrettend.
Die Behandlung mit Kortison verlangt Wissen und Erfahrung und beides sollte man bei dem Arzt voraussetzen.
Neurodermitis (Endogenes Ekzem oder Atopische Dermatitis):
Die Neurodermitis ist vielleicht das bekannteste Ekzem. Häufig tritt sie bereits im Kindesalter auf (oft auch als Milchschorf bezeichnet), doch das voll ausgeprägte Krankheitsbild findet man meist erst bei Jugendlichen oder Erwachsenen. Mit zunehmendem Alter bessert sich die Erkrankung dann wieder. Es gibt eindeutige familiäre Häufungen, oft leiden die gleichen Patienten auch an Asthma und auch sonst gibt es eine Reihe von typischen Merkmalen, man spricht sogar von einem Neurodermitis-Typ. Die genetische (erblich bzw. ererbte) Veranlagung ist der Hauptfaktor für die Entwicklung einer Neurodermitis. Leidet ein Elternteil an einer Allergie wie zum Beispiel Heuschnupfen, Asthma oder Neurodermitis, so wird diese Bereitschaft für Allergien zu 20 bis 30 Prozent auf die Kinder übertragen. Heute leiden 10 bis 20 Prozent aller Kinder und Jugendlichen an einer Neurodermitis.
Psychische Belastungen können akute Krankheitsschübe hervorrufen und unzweifelhaft ist auch, dass Nahrungsmittel - Allergene eine wichtige Rolle spielen, insbesondere Milch-, Fisch- oder Hühnereiweiß, aber auch Zitrusfrüchte und Nüsse.
Aber nicht nur Allergene in der Nahrung, sondern auch die der Luft können die Neurodermitis verschlimmern, so zum Beispiel Haustierepithelien (Haut, Haare), Pilzsporen, Pollen oder die Hausstaubmilben.
Wer gegen was allergisch ist, muss individuell ermittelt werden, es gibt Neurodermitiker, die sogar Kamille nicht vertragen.
Ich möchte noch anmerken, das ich jeden verstehe (vor allem Kinder), welche sich kratzen... auch Erwachsene tun dies wieder besseren Wissens.
Es führt nur kein Weg daran vorbei.
Der Juckreiz ist schlimm, wenn man kratzt tut es noch viel, viel mehr weh, dieser Schmerz ist um einiges schlimmer als das Jucken, aber in diesem Moment angenehmer als das Jucken, so paradox es auch klingen mag. Vor allem wissen Erwachsene, das sie es mit der Kratzerei nur schlimmer machen, aber es geht nicht anders.
Wenn Erwachsene sich nicht beherrschen können, wie sollen es dann kleine Kinder? Also nicht böse oder enttäuscht sein über blutverschmierte Finger, Kleidung, Bettwäsche.
(Forumsbeitrag von pannengeier)
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