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Mutterschaft nach Menopause

   

Auch nach dem Eintritt der Menopause bleibt eine Schwangerschaft medizinisch möglich. Mit Hilfe von gespendeten Eizellen können Frauen nach den Wechseljahren noch Babys bekommen. Das ist das Ergebnis einer Studie von Forschern der University of Southern California unter der Leitung des Fortpflanzungsmediziners Richard Paulson. Die Ergebnisse wurden im Journal of the American Medical Association (JAMA) veröffentlicht.

Die Wissenschaftler stützen ihre Ergebnisse auf 77 Frauen nach der Menopause, die sich in den vergangenen zehn Jahren einer In-vitro-Fertilisation mit gespendeten Eizellen unterzogen haben. Insgesamt kamen 42 Kinder zur Welt, durchschnittlich nach 39 Wochen und mit einem Gewicht von etwa drei Kilogramm. In der vierten Schwangerschaftswoche trat häufig eine leichte Präklampsie auf. Dabei handelt es sich um einen schwangerschaftsbedingten Bluthochdruck, der oft mit Übelkeit, Sehstörungen und Benommenheit einhergeht. Bei jeder zehnten Schwangeren kam es zu schweren Formen der Präklampsie. 18 Prozent der Patientinnen musste gegen Schwangerschafts-Diabetes Insulin gespritzt werden.

Den Forschern zufolge sollte das Auftreten dieser möglichen Komplikationen eine späte Schwangerschaft nicht unmöglich machen. Die Komplikationen seien zeitlich begrenzt und behandelbar. Auch die Tatsache, dass ein Großteil der Frauen im Alter zwischen 50 und 63 Jahren ihre Kinder eher per Kaiserschnitt zur Welt brachte, sollte nicht gegen ein spätes Mutterglück sprechen, glauben die Mediziner. Kritiker halten Schwangerschaften von Frauen nach der Menopause dagegen für ethisch bedenklich.
(Forumsbeitrag von Frau Mohr)


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© Mike Paßmann, Hamburg