|
|
|
|
|
|
| Meningitis-Impfung für Babys |
|
|
Ein neu entwickelter Impfstoff schützt erstmals auch Säuglinge vor bakterieller Hirnhautentzündung. Bisher konnten Kinder erst ab dem dritten Lebensjahr gegen Meningokokken geimpft werden, sagte der Chef der Universitäts-Kinderklinik Leipzig, Prof. Volker Schuster, am Rande des Sächsischen Impftages. Zwischen dem sechsten und zwölften Lebensmonat sei die Wahrscheinlichkeit einer Meningitis-Erkrankung jedoch am höchsten.
Für Erwachsene gibt es bereits seit längerem einen Impfstoff, der bei Kindern allerdings nicht anschlägt, erläuterte der Arzt. Die Forschergruppe um Schuster hat diesen Polysaccharid-Impfstoff nun erfolgreich an ein Trägerprotein gebunden, mit dem ihn auch Säuglinge aufnehmen können. Das ruft beim Kind eine ausreichende Immunreaktion gegen die Infektionskrankheit hervor. Die Spritz-Impfung wirkt Schuster zufolge jedoch nur gegen einen bestimmten Typ von Hirnhautentzündung. Unter diesen so genannten Typ C fallen in Deutschland 10 bis 20 Prozent aller Meningitis-Fälle.
Nach Angaben von Schuster kann eine bakterielle Hirnhautentzündung lebensgefährlich sein. Von den gemeldeten Erkrankungen verlaufen etwa 10 Prozent tödlich, sagte der Mediziner. Weitere 20 Prozent der Patienten überlebten mit schweren bleibenden Schäden.
Vor allem für chronisch kranke Kinder könnte eine Hirnhautentzündung gefährlich werden. Deren Wahrscheinlichkeit, an Meningitis zu erkranken, ist durch ein geschwächtes Immunsystem erhöht, so der Experte.
Die Krankheit zu erkennen, kann bei Säuglingen sehr schwierig sein, warnt Schuster. Anzeichen seien Erbrechen, schrilles Schreien und Appetitlosigkeit. Ältere Kinder klagten über Kopfschmerzen, Nackensteife und Fieber. Es kann aber auch zu Stecknadelkopf großen Hautblutungen kommen. Bei den ersten Symptomen sollten Eltern sofort mit ihren Kindern zum Arzt gehen.
(Forumsbeitrag von Frau Mohr)
|

Nächster Tipp:
|
|
|
|
|
|
|
|
|