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Masernpartys sind grober Unfug

   

Masernpartys, die einige Eltern immer noch veranstalten, damit ihre Kinder sich infizieren, seien verantwortungslos. Das sagt der Kinderarzt und Impfexperte Prof. Heinz-Josef Schmitt von der Universität Mainz im Magazin baby und die ersten Lebensjahre. In den westlichen Industrieländern führen Masern bei 10 bis 20 Prozent der Patienten zu Komplikationen. Etwa einer von 1.000 Erkrankten bekommt eine Gehirnentzündung.

Die Impfung dagegen verursacht nur gelegentlich Fieber oder einen Hautausschlag, so Schmitt. Er zerstreut auch die Sorge der Eltern, dass eine Impfung das Immunsystem der Kleinen überfordern könnte. Ein Kind werde kurz nach der Geburt von Milliarden Bakterien besiedelt und nehme mit der Nahrung viele Stoffe auf, die das Immunsystem stimulieren. Da spielten die 50 Bestandteile eines Kombinationsimpfstoffes keine Rolle mehr, sagt der Experte.

Nach neuesten Erkenntnissen müssen Eltern auch nicht befürchten, dass Impfungen im Kindesalter das Risiko für Typ-1-Diabetes erhöhen. Wie die Ärzte-Zeitung berichtet, hatten Epidemiologen aus Kopenhagen eine entsprechende Untersuchung angestrengt, nachdem wegen scheinbar vermehrter Diabetes-Erkrankungen von Kindern nach Impfungen der Verdacht entstanden war, zwischen beidem bestehe ein Zusammenhang.

Die Mediziner werteten dem Blatt zufolge die Daten aller zwischen 1990 und 2000 in Dänemark geborenen Kinder aus, bei denen Informationen über Impfungen vorlagen. Dabei kamen sie zu dem Schluss, dass die Injektionen zur Vorbeugung gegen verschiedene Krankheiten die Typ-1-Diabetes-Rate nicht erhöhten.
(Forumsbeitrag von Frau Mohr)


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© Mike Paßmann, Hamburg