|
|
|
|
|
|
|
|
Nach der Geburt des ersten Kindes nimmt bei der Mehrheit der Eltern die Partnerschaftszufriedenheit ab. Schlafmangel und unermüdlicher Einsatz für das Baby bestimmen den Alltag, und vor allem Frauen haben Probleme, sich Atempausen zu genehmigen. In dieser Situation kann für junge Eltern die Lust zur Last werden: Studien zufolge haben 60 bis 80 Prozent aller Paare mit Kleinkind vorübergehend Probleme im Bett. Ein Drittel ist sogar längerfristig unzufrieden.
Paare sollten sich in dieser Hinsicht keinem Leistungsdruck unterwerfen, warnt Kirsten von Sydow, Professorin für Klinische Psychologie an der Universität Duisburg-Essen. Es sei normal, dass junge Eltern nach der Geburt eines Kindes in Sachen Sex zunächst nicht besonders motiviert sind: So lange eine Frau voll stillt, hat sie nicht unbedingt ein entfesseltes Sexualleben, erklärt die Psychologin.
Sind die unruhigen Nächte erst einmal vorbei, sehen sich viele Eltern mit einem neuen Problem konfrontiert: Wie viel Gefühl dürfen sie zeigen, wenn die Kinder in der Nähe sind? Wenn Eltern sich umarmen, schmusen und knuddeln, ist das für Kinder immer schön, entkräftet Prof. Kurt Starke, Sexualwissenschaftler aus Leipzig, eventuelle Sorgen junger Paare. Es sei wichtig für Kinder, die positive Einstellung der Eltern zu Gefühlen, Zärtlichkeit und Sexualität zu spüren. Kinder, die Zärtlichkeit gelebt und erlebt haben, bauen später stabilere Partnerbeziehungen auf und sind liebesfähiger. Eltern müssen zärtliche Gesten also nicht abbrechen, wenn Sohn oder Tochter das Zimmer betreten.
(Forumsbeitrag von Frau Mohr)
|

Nächster Tipp:
|
|
|
|
|
|
|
|
|