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Legasthenie wird vererbt

   

Legasthenie tritt in manchen Familien gehäuft auf. Finnische Forscher haben nun herausgefunden, dass die Ursache möglicherweise in den Genen liegt und damit vererbt wird. Das berichten die Wissenschaftler im Fachblatt Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS). Jeder zehnte ist den Angaben zufolge von der Lese- und Schreibschwäche betroffen.

Das Forscherteam um Juha Kere vom Karolinska Institut der Universität Helsinki gibt dem Gen DYXC1 die Schuld an der Legasthenie. Bei Untersuchungen von 20 finnischen Familien, in denen diese Störungen auftraten, war gehäuft ein Fehler in diesem Gen bemerkt worden. Die Wissenschaftler sind aber überzeugt davon, dass es noch weitere Gene gibt, die für die Lese- und Schreibschwäche verantwortlich sind. Wir schließen aus unseren Untersuchungen, dass DYXC1 als Kadidaten-Gen für angeborene Legasthenie gesehen werden soll, erklärt Kere.

Kere zeigt sich zuversichtlich, dass die Entdeckungen auch zur Entwicklung neuer Methoden verwendet werden können. Ein Gentest könnte frühzeitig auf Legasthenie hinweisen und Medikamente könnten den genetischen Fehler ausgleichen. Bisher waren Forscher davon ausgegangen, dass Legasthenie auf einer veränderten Informationsverarbeitung im Gehirn basiert: Bei manchen Menschen werden die Informationen in anderen Hirnregionen verarbeitet. So wurde darauf hingewiesen, dass Legastheniker die rechte Hirnhälfte zum Lesen verwenden, während normale Menschen die linke Hirnhälfte verwenden.
(Forumsbeitrag von Frau Mohr)


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© Mike Paßmann, Hamburg