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Kupfer keine Gefahr für Säuglinge

   

Kupfer im Trinkwasser gefährdet nicht die Gesundheit von Säuglingen, wenn die entsprechenden Grenzwerte eingehalten werden. Das hat eine Studie von Göttinger Wissenschaftlern im Auftrag des Umweltbundesamtes ergeben. Das Zentrum für Arbeits- und Umweltmedizin der Universität Göttingen hatte untersucht, ob Babys leberkrank werden, wenn sie mit Trockenmilch ernährt werden, die mit kupferhaltigem Trinkwasser angerührt wurde. Dazu hatten die Wissenschaftler in über 1.600 Haushalten in Göttingen und über 2.600 Haushalten in Berlin das Leitungswasser auf Kupfer untersucht.

Damit hat sich nach Angaben des Umweltbundesamtes die seit vielen Jahren geltende Vermutung, dass eine überhöhte Kupferbelastung des häuslichen Trinkwassers eine Ursache für frühkindliche Leberschädigungen sein kann, nicht bestätigt. Wenn der Kupfergrenzwert für Trinkwasser eingehalten werde, bestehe keine Gefahr, sagte ein Sprecher der Behörde. Der derzeitige Grenzwert liegt bei zwei Milligramm Kupfer pro Liter Wasser im Wochendurchschnitt. Einige der untersuchten Säuglinge waren zeitweilig auch höheren Kupferkonzentrationen in der Flaschenmilch ausgesetzt. Auch bei ihnen waren keine Anzeichen einer Leberfunktionsstörung festzustellen.

Für die Einhaltung der Grenzwerte können Eltern ganz einfach selbst sorgen, indem sie vor dem Zubereiten der Säuglingsnahrung erst einmal das abgestandene Wasser ablaufen lassen, bis kühleres Wasser aus der Leitung kommt. Da dieses noch nicht in den Rohren gestanden hat, ist es auch nicht so stark mit Kupfer belastet. Dies gelte im Übrigen generell für die Trinkwasserentnahme. Das abgestandene Wasser müsse man deshalb nicht ungenutzt in den Ausguss laufen lassen, sondern könne es beispielsweise als Gießwasser für Blumen verwenden, empfiehlt das Umweltbundesamt.
(Forumsbeitrag von Frau Mohr)


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© Mike Paßmann, Hamburg