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| Krebskranke Kinder brauchen Spezialisten |
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Noch in den siebziger Jahren war die Diagnose Krebs bei Kindern ein nahezu sicheres Todesurteil. Inzwischen können drei von vier krebskranken Kindern geheilt werden. Krebs bei Kindern ist sehr selten. In Deutschland werden jährlich knapp 2.000 Neuerkrankungen gemeldet. Nur wenige Kinderärzte sind in der Lage, Krebs richtig zu behandeln, eben weil er bei Kindern so selten auftritt, sagt Günter Henze, Leiter der Kinderklinik an der Berliner Charité. Aus diesem Grund spiele das Thema auch in der Fachwelt nur eine untergeordnete Rolle. Mit der Folge, dass die Kinder zum Beispiel oftmals Medikamente einnehmen müssen, die für Erwachsene zugelassen und nicht auf ihre kleinen Organismen abgestimmt sind.
Henze plädiert dafür, krebskranke Kinder ausschließlich in darauf spezialisierten Zentren behandeln zu lassen. Ihre Überlebensrate ist in so einem Zentrum um 20 Prozent höher. Die meisten Kinderärzte diagnostizierten nur alle fünf bis zehn Jahre eine Krebserkrankung. Entsprechend unsicher und unwissend sind sie, sagt der Charité-Mediziner. Dies gelte auch für viele Krankenhausärzte. Schon kleine Fehler könnten fatale Folgen haben. Wenn etwa bei der Gewebeentnahme Tumorzellen in die Haut gedrückt werden, nennt Henze als Beispiel. Die Behandlung in einem Spezial-Zentrum sei auch dann empfehlenswert, wenn Eltern dafür weite Wege zurücklegen müssten.
(Forumsbeitrag von Frau Mohr)
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