Kinderärzte erkennen häufig angeborenen Kleinwuchs gar nicht oder erst zu spät. Besonders die so genannte Phosphatdiabetes, eine spezielle Form der Rachitis, sei vielen Pädiatern im Praxisalltag nicht präsent, sagte der Mediziner Dirk Schnabel vom Berliner Klinikum Charité unlängst auf einer Tagung in Bremen. Gerade bei dieser Erkrankung wäre eine frühe Diagnose aber sehr wichtig, denn die Behandlungsaussichten seien dann umso besser. Folgeerkrankungen wie Knochenverbiegungen könnten vermieden werden.
Nach Angaben des Bundesverbandes Kleinwüchsiger Menschen und ihrer Familien sind in Deutschland rund 100.000 Menschen von krankhaften Wachstumsstörungen betroffen. Als kleinwüchsig gelten medizinisch Männer unter 1,67 Meter und Frauen unter 1,53 Meter Körpergröße. Nach dem Schwerbehinderten-Recht beginnt die Grenze jedoch erst bei 1,45 Meter.
Mehr Informationen sind erhältlich bei der Beratungs- und Geschäftsstelle des Bundesverbandes Kleinwüchsiger Menschen und ihrer Familien.
(Forumsbeitrag von Frau Mohr)
Bundesverband Kleinwüchsige Menschen und ihre Fami