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Kinderparty-mehr Tipps

   

Kinderparty-mehr Tipps

Welcher Geburtstag macht Ihnen mehr graue Haare - Ihr eigener oder der Ihres Kindes? Die Antwort ist ganz klar, zumindest für professionelle Eltern. Bei Ihrem eigenen Geburtstagsfest kann nicht viel schief gehen. Und wenn doch, dann ist das eben die Lachnummer des Jahres. Beim Kindergeburtstag kann alles danebengehen. Und das ist dann die Katastrophe des Jahrhunderts. Mindestens.


Der Ort
Welcher Ort? Im eigenen Kinderzimmer natürlich! Für eine Kinderparty muss man ja nicht gerade ein Lokal mieten! Stimmt. Vorausgesetzt, Ihr Achtjähriger hat nicht gerade seine ganze Klasse samt Parallelklasse eingeladen und der Lebhafte aus der 2c ist nicht dabei. Und vorausgesetzt, Ihre Nachbarn sind an Kummer gewöhnt oder ganz besonders liebe Zeitgenossen. Für alle anderen setzt sich eine Idee durch: die Geburtstagsfete außer Haus. Muss ja nicht immer das Fast-Food-Restaurant sein! Pizzerien zum Beispiel bieten ihren kleinen Gästen einen Besuch in der Backstube an, die dort entstandenen Kulinaria werden dann als Höhepunkt des Festes selbst gegessen.

Locations für spezielle Events
Ihr Kind ist sportbegeistert? Dann ab in die Schwimmhalle oder ins Freibad! Das Buffet gestaltet sicher gerne einen Geburtstagstisch und fürs Austoben ist im Wasser gesorgt. Allerdings - für zwei, drei erwachsene Mitschwimmer sollten Sie sicherheitshalber schon sorgen. Theater, besonders natürlich Handpuppen- und Marionettenbühnen, bieten Feste mit einem Blick hinter die Kulissen an. Dort können Kasper & Co dann höchstpersönlich interviewt werden, größere Kinder dürfen sich auch im Marionettenspiel versuchen. Und Geburtstagskuchen gibt's im Theaterbuffet. Auch Museen und Schlösser springen auf den Zug auf: Manchmal sogar mit zeitgemäßen Kostümen, die dann von den Geburtstagsgästen stilgemäß getragen werden.

Die Verpflegung
Eines ist klar: Vergessen Sie besonders komplizierte Liebhabergerichte. Und vergessen Sie aber lieber nicht, dass Kindergaumen offenbar ganz anders benervt sind als jene von Erwachsenen. Popcorn mit Cola zum Beispiel ist für Menschen unter 16 kein Problem. Wenn Sie dafür sorgen wollen, dass es kein verbiestertes "Ich mag das aber nicht!" gibt, dann lassen Sie die Kinder die Jause selbst gestalten: Kleine Pizzaböden (gibt's auch fertig im Supermarkt) können nach Geschmack, Lust und Laune belegt werden und sind in ein paar Minuten fertig. Und dabei lässt sich auch die eine oder andere gesunde Zutat unauffällig einschmuggeln: Mit Gemüse kann man ziemlich gut Gesichter auf Pizzaböden gestalten!

Küchentalk
Süßkram, selbst gemacht, schmeckt auch viel besser: Ein paar Kekse können mit Schokolade zusammengeklebt und mit Smarties, Gummibärchen etc. dekoriert werden. Selbstgebackenes Brot aus Pizzateig ist an Köstlichkeit kaum zu übertreffen - besonders, wenn es mit Lebensmittelfarbe grün gefärbt ist. Bei Nudelteig kann jeder seiner eigenen Kreativität freien Lauf lassen und nach dem Weichkochen dann die Nudelskulptur mit Tomatensoße genießen. Und nichts löscht den Durst besser als Fruchtsaft oder Limonade, die eben nicht aus der gewohnten Flasche oder dem Tetra-Pack kommen, sondern in einer riesigen (Plastik-) Schüssel mit Schöpflöffel serviert werden: Ganz wie die Bowle bei den Großen eben!

Die Animation
Früher war das alles anders? Da brauchten Kids keine Animation? Früher waren Kinder auch braver und nicht so übersättigt? Nun, früher war früher. Und in der Erinnerung schminkt das Gedächtnis auch die Geburtstagsfest-Sorgenfalten unserer eigenen Eltern weg. Aber Sie haben schon Recht: Kinder finden immer etwas zu tun, auch ohne Animation. Doch Sie riskieren damit Langeweile. Und letztere hält erstens eine Party nicht gerade in Schwung und löst zweitens bedrohliche Situationen für Ihre Möbel aus. Also doch Animation. Und dafür gibt's natürlich professionelle Lösungen: Sie laden einen Zauberer ein, einen Clown, einen Jongleur oder jemanden, der alle drei Künste beherrscht. Oder sie übergeben die Organisation einer Organisation, die sich dann um alles Weitere kümmert. Ein wenig finanziellen Willen erfordert das allerdings schon.

Self-made Unterhaltung
Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten: Sie denken sich ein paar Spiele aus, so ca. drei pro Stunde, und immer wenn Sie merken, dass die Stimmung bedrohlich steigt oder sinkt, dann lassen Sie zum Spielen antreten. Das können kleine Wettkämpfe sein oder auch Kooperationsspiele, bei denen niemand gewinnt, sondern zusammengearbeitet werden muss. In jedem Fall helfen ein paar kleine Geschenke den Reiz des Spiels deutlich zu erhöhen! Eine Alternative ist ein Programm, das sich durch das gesamte Fest zieht: Eine Schatzsuche zum Beispiel, die so aufgebaut ist wie eine Rätselrallye.

Das Gesamtkunstwerk
Geburtstag im Fast-Food-Tempel ist Ihnen zu einfallslos - eine Fete in Ihrer eigenen Wohnung aber zu riskant? Dann denken Sie doch einmal daran, sich eine Turnhalle zu mieten, oder einen leeren Keller. Die Kosten dafür liegen garantiert unter jenen für einen Besuch im Fast-Food-Restaurant! Und nun sind Ihrer Kreativität keine Grenzen gesetzt: Turnen und Tanzen kann man in einer Turnhalle wunderbar. Olympische Partyspiele veranstalten auch. Und für die Erwachsenen findet sich sicher auch ein kleiner feiner Platz - vielleicht mit einer Flasche Rotwein und Pappbechern.
(Forumsbeitrag von Anissia)


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© Mike Paßmann, Hamburg