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| Kinderlos durch Weichmacher |
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So genannte Phthalate werden von den Menschen in weitaus größeren Mengen aufgenommen als bislang vermutet. Vor allem Kinder seien betroffen, warnen Forscher der Universität Erlangen-Nürnberg. Nach Angaben des Studienleiters Prof. Jürgen Angerer haben deutsche und europäische Behörden mit Sorge auf die neuen Erkenntnisse reagiert. Die Weichmacher werden nämlich seit geraumer Zeit verdächtigt, mit der Zunahme von Unfruchtbarkeit vor allem bei Männern in Verbindung zu stehen.
Phthalate gehören zu den wichtigsten Industriechemikalien und werden in sehr großen Mengen erzeugt. Der größte Teil wird als Weichmacher für PVC verwendet. Phthalate kommen aber auch bei der Herstellung von Körperpflegemitteln und Textilien zum Einsatz. Der Mensch nimmt die Substanzen vorwiegend mit der Nahrung und der Atemluft auf. So gelangen sie in den Organismus, wo sie auf den Hormonhaushalt wirken.
Führende Wissenschaftler sehen in der Aufnahme von Phthalaten einen möglichen Grund für den seit Jahrzehnten beobachteten Rückgang der Spermienzahlen und damit der männlichen Fruchtbarkeit. Auch die Zunahme von Hodenkrebsfällen und Missbildungen der männlichen Geschlechtsorgane wird in diesem Zusammenhang diskutiert.
(Forumsbeitrag von Frau Mohr)
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