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| Kinderlos wegen Schilddrüse |
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Etwa 15 Prozent aller Paare in Deutschland sind vorübergehend oder auf Dauer ungewollt kinderlos. Dass eine Funktionsstörung der Schilddrüse die Ursache dafür sein kann, wissen nur wenige der rund zwei Millionen Betroffenen. Die Schilddrüse, ein walnussgroßes Organ unter dem Kehlkopf, steuert mit ihren Hormonen viele unserer Körperfunktionen. Eine Schilddrüsenunterfunktion kann unter anderem zu einer gestörten Hormonbildung in den Eierstöcken führen und so Zyklusstörungen und Unfruchtbarkeit hervorrufen.
Der Zusammenhang zwischen ungewollter Kinderlosigkeit und einer Unterfunktion der Schilddrüse wird immer wieder festgestellt, berichtet der Berliner Schilddrüsen-Experte Prof. Karl-Michael Derwahl. Etwa 25 Prozent der Frauen mit Empfängnisstörungen wiesen eine Fehlfunktion der Schilddrüse auf, wobei die Unterfunktion mit 16 Prozent am häufigsten auftrete. Deshalb sein Rat: Frauen mit unerfülltem Kinderwunsch sollten unbedingt mit dem so genannten TSH-Test die Funktion ihrer Schilddrüse überprüfen lassen.
Wird eine Unterfunktion festgestellt, könne diese bei unerfülltem Kinderwunsch durch die Einnahme von Schilddrüsenhormonen behoben werden, so Derwahl weiter. Dabei werde dem Körper lediglich zugeführt, was er selbst nicht mehr in ausreichender Menge herstellen kann. Nach einem Ausgleich der hormonellen Minderleistung mit Schilddrüsenhormonen würden viele Frauen mit unerfülltem Kinderwunsch schwanger.
(Forumsbeitrag von Frau Mohr)
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