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Kinderfreundlich reisen

   

Auf Reisen lauern für Kinder besondere Gesundheitsrisiken. Die Interessen des Nachwuchses müssen bei der Ferienvorbereitung deshalb eine entscheidende Rolle spielen. Von Reisen in Malaria-Gebiete in den Tropen und Subtropen sollten Eltern kleiner Kinder lieber Abstand nehmen, empfahlen Mediziner jetzt auf der Internationalen Tourismus-Börse (ITB) in Berlin.

Die Realität sieht allerdings anders aus: Rund 220.000 Tropen-Urlauber aus Deutschland pro Jahr sind jünger als 14 Jahre, erläuterte der Internist Bernd Rieke aus Düsseldorf, der selbst als Entwicklungshelfer lange in Afrika gelebt hat und die Risiken kennt. Warum muss die Sandburg auf Bali gebaut werden und nicht auf Borkum?, fragte Rieke, der auch darauf verwies, dass die Flüge in die Ferne bei kleinen Kindern oft mit viel Quengelei verbunden seien.

Sobald das Urlaubsland - etwa in Sachen Hygiene und Versorgung mit Medikamenten - von mitteleuropäischen Verhältnissen abweicht, sei eine vorherige ärztliche Beratung empfehlenswert, so die Experten. Der Nachwuchs sollte nicht einfach in den Urlaub mitgenommen werden, sondern die Reise sollte bewusst für die Kinder gestaltet werden, forderte Prof. Michael Krawinkel, Kinderarzt an der Universität Gießen. Die Kinder sollten die Ferien genießen können und nicht erleiden müssen.

Zu achten sei bei der Reisevorbereitung insbesondere darauf, dass der Impfschutz der Kinder vollständig ist, dass die richtigen Sonnenschutzcremes eingepackt werden und mitgenommene Anti-Mücken-Mittel für Kinder verträglich sind. Geht es in die Berge, sollte bei Wanderungen an die Belastungsgrenze der Kleinen gedacht werden - auch wenn ein Gipfel reizvoll erscheint, sei es besser, im Zweifel auf eine längere Tour zu verzichten.
(Forumsbeitrag von Frau Mohr)


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© Mike Paßmann, Hamburg