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| Kinder zu oft ruhig gestellt |
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Kleinkinder werden nach Expertenansicht von ihren Eltern zu wenig zur bewegung animiert. Statt im Kinderwagen oder in Babyschalen angeschnallt zu liegen, sollten sie häufiger frei auf dem Boden robben, rollen und krabbeln können, fordert die Sportwissenschaftlerin und Sozialpädagogin Prof. Renate Zimmer von der Universität Osnabrück. Bereits in diesem frühen Alter werde die Grundlage für spätere Bewegungsfähigkeiten gelegt.
War der Laufstall vor Jahren noch verpönt, ist er heute in Zeiten starker Bewegungsverarmung bei Kindern ein wahres Paradies, sagt Zimmer. Viele Eltern wissen einfach nicht, welche wichtigen Bewegungserfahrungen sie Kleinkindern etwa mit den Babyschalen vorenthalten. Diese mangelnden Fähigkeiten könnten später kaum noch aufgeholt werden.
Zugleich kritisiert die Sportwissenschaftlerin die aktuelle Bildungsdiskussion in Deutschland, die sich nahezu ausschließlich um die so genannten harten Fächer wie Mathematik, Deutsch und Fremdsprachen drehe. Weiche Fächer wie Sport würden vernachlässigt, obwohl Bewegung und körperliche Gesundheit nachweislich Bedingung für effektives Lernen sind.
(Forumsbeitrag von Frau Mohr)
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