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Nachwuchs um jeden Preis ist in Deutschland immer weniger gefragt. Umfragen zufolge nimmt in der bevölkerung die positive Einstellung gegenüber einer künstlichen Befruchtung ab. In einer Studie des Allensbach-Instituts beurteilten jetzt nur noch 50 Prozent von 2.088 Befragten eine künstliche Befruchtung als gute Möglichkeit der Zeugung. Im Jahr 2000 seien noch 57 Prozent dafür gewesen, so das Institut. Wenn beim Kinderzeugen Samen- oder Eizellspenden eine Rolle spielen, werde die Haltung noch kritischer. Das Einverständnis für eine Befruchtung durch Spermien eines fremden Mannes sei von 31 auf 25 Prozent gefallen. Die Eispende einer fremden Frau werde nur noch von 19 Prozent statt 26 Prozent im Jahr 2000 befürwortet.
Insgesamt sei die Skepsis der Deutschen gegenüber neuen technischen Möglichkeiten in der Medizin in den vergangenen zwei Jahren gewachsen, heißt es weiter. Nicht nur in der Fortpflanzungsmedizin, sondern auch bei der Embryonenforschung und bei Organübertragungen sei die Zustimmung rückläufig. So könnten sich weniger Menschen als noch vor zwei Jahren vorstellen, mit einem fremden Herzen zu leben. Dabei wäre im Jahr 2000 das Herz eines menschlichen Spenders 58 Prozent der Befragten am liebsten gewesen; heute machten nur noch 50 Prozent der Befragten diese Angabe. Mit einem künstlichen Herzen würden 26 Prozent (2000: 37) leben. Die Möglichkeit, ein aus eigenen Körperzellen gezüchtetes Herz zu bekommen, würden heute 40 statt vorher 47 Prozent wahrnehmen.
(Forumsbeitrag von Frau Mohr)
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