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Kann man Liebe lernen?

   

Kann man Liebe lernen?
Liebe ist geben und nehmen. Jeder kann die positiven Vorzüge der Liebe erfahren, wenn er bereit ist, etwas dafür zu tun. Genauer: Er muss bereit sein, an sich zu arbeiten und einen fairen Umgang mit dem Partner zu lernen und zu praktizieren. Und dafür gibt es einig Spielregeln, die jeder beherrschen sollte.

Spielregeln:
1 Das wichtigste ist das Vertrauen. Ohne Vertrauen läuft gar nichts. Dabei kommt's darauf an, dass das Vertrauen in dreierlei Hinsicht funktioniert. Man muss sagen können: Ich vertraue mir. Ich vertraue dir. Und: Du kannst mir vertrauen. Besonders das Sich-Selber-Vertrauen ist wichtig, denn mangelndes Selbstwertgefühl führt zu Misstrauen und Verlustängsten. Und das ist eine ungute Basis für eine Partnerschaft!

2 Miteinander reden. Was nicht unbedingt heißen soll, dass man nicht auch - kleine - Geheimnisse voreinander haben darf. Aber im Prinzip reden glückliche Paare über alles. Vor allem über die eigenen Bedürfnisse und Wünsche - ob im täglichen Miteinander oder beim Sex. Auch was einen bedrückt, gehört auf den Tisch. Denn das ist ein Grundstein zu wahrer Intimität, die wichtig ist für das Wachsen und Bestehen einer Beziehung.

3 Zu einer wirklich guten Beziehung gehört der Freiraum. Wer nämlich seine persönlichen Interessen pflegt, bleibt für den Anderen interessant und attraktiv. Gemeinsame Aktivitäten sollten ebenfalls ihren Platz haben. Ideal ist eine Balance zwischen individuellen Bedürfnissen und gemeinsamen Zielen. Eins sollte jedenfalls klar sein und man kann es wirklich nicht oft genug wiederholen: Wahre Liebe äußert sich nicht im Aufgehen des Anderen, vielleicht sogar bis zur Selbstaufgabe, sondern in der Unterstützung der gegenseitigen Unabhängigkeit.

4 Zu Missverständnissen führen können: der Partner kommt zu spät aus dem Büro (Arbeitsstelle). Gedanken: der Job ist ihm wichtiger / Er will seine Ruhe / Er nimmt mich nicht ernst.
Einer hat keine Lust auf Sex. Gedanken: Ich bin nicht gut / Ich bin nicht interessant / Ich sehe nicht mehr gut aus.

Die größten Missverständnisse entstehen aus dem nicht gesprochenen Wort:
- Man habe ich einen Durst, kann heißen, bitte hol mir etwas zu trinken, kann aber auch nur eine Feststellung sein.
- Einer holt sich etwas zu Naschen, bringt dem anderen nichts mit, aha, er denkt ich bin zu dick, er ist egoistisch,
er denkt nicht an mich.
Wie kann der Partner wissen, was man eigentlich möchte, wenn man es nicht klar ausspricht?
Beim Raten ist die Trefferquote nur 50 Prozent.
(Forumsbeitrag von pannengeier)


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