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| Lösung für das Hyperaktivitätssyndrom |
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Wissenschaftler fanden heraus, dass eine Mandeloperation Aufmerksamkeitsstörungen bis hin zum Hyperaktivitätssyndrom bei Kindern reduziert. Obwohl die Operationen aufgrund der vermehrten Gabe von Antibiotika zunehmend seltener durchgeführt werden, entfernt man bei mehr als 400.000 Kindern unter 15 Jahren in den USA die Mandeln. Bei etwa der Hälfte dieser Patienten erfolgt die Operation aufgrund chronischer Hals- und Ohrentzündungen. Zweithäufigster Grund sind die nächtlichen Atembeschwerden. Eine gefürchtete Komplikation ist dabei der nächtliche Atemstillstand, bei dem für kurze Zeit die Atmung während des Schlafens unterbrochen ist.
Untersucht wurden 78 Kinder die sich einer Mandeloperation unterzogen und eine Kontrollgruppe von 27 Kindern ohne Mandelentfernung.
Bekannt war zuvor, daß Kinder mit Schlafstörungen oft auch Verhaltensstörungen haben. Aber bis jetzt konnte kein Zusammenhang gefunden werden.
Alle Kinder verbrachten eine Nacht in einem Schlaflabor um ihr Schlaf- und Atemverhalten zu beobachten. Es wurden Aufzeichnungen über den Wachheitszustand, die Konzentrationsfähigkeit und das Schlafverhalten tagsüber gemacht. Ein Jugendpsychiater legte ferner fest, welches Kind die Kriterien des Hyperaktivitätssyndroms erfüllte.
Verglichen mit der Kontrollgruppe waren die Kinder, die sich einer Mandeloperation unterziehen sollten eher hyperaktiv, hatten mehr Verhaltensprobleme und schliefen öfter in der Schule. 22 Patienten der Mandeloperationsgruppe, aber nur 2 in der Kontrollgruppe hatten ein Hyperaktivitätssyndrom.
Ein Jahr nach der Operation hatten 7 Kinder in der Mandeloperationsgruppe und 1 Kind in der Kontrollgruppe Schlafstörungen. Nur noch 11 der anfangs 22 mandeloperierten Kinder hatten das Hyperaktivitätssyndrom noch ein Jahr nach der Operation. Der Unterschied in beiden Gruppen bezüglich dieser Diagnose war ein Jahr später nicht mehr signifikant. Dies dürfte sicherlich nicht die Lösung für jedes Kind mit Hyperaktivitätsyndrom sein, sagte Dr. Ronald D. Chervin der führende Wissenschaftler, aber ich denke unerkannte Schlafstörungen sind ein häufiges Problem. Obwohl die Anzahl der untersuchten Kinder in dieser Studie gering war, dürfte sie ein weiterer Schritt in der Entdeckung der Gründe für Verhaltensstörungen im Kindesalter sein. Ich denke wenn man zugrunde liegende Schlafstörungen behandelt kann man eine gewisse Anzahl Kindern mit Hyperaktivitätssyndrom helfen, so Dr. Chervin.
(Redaktion)
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