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Hepatitis B bedroht Jugendliche

   

Jugendliche sind nach Angaben von Ärzten stark gefährdet, sich mit dem gefährlichen Hepatitis-B-Virus zu infizieren. Das Hepatitis-B-Virus ist hundertmal infektiöser als HIV. Gerade bei Jugendlichen ist das Risiko besonders groß, da häufig mit wechselnden Partnern sexuelle Erfahrungen gemacht werden, sagt die Sprecherin des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) in München, Gunhild Kilian-Kornell. Ratsam sei daher eine Hepatitis-B-Impfung für Säuglinge und Kleinkinder sowie für Jugendliche von 11 bis 18 Jahren.

Das Virus wird durch Körperflüssigkeiten übertragen. Eine weitere Infektionsgefahr neben Sex stellten Tätowierungen und Piercings bei unsachgemäßer Anwendung der Instrumente dar. Typische Zeichen der Krankheit sind eine Gelbfärbung von Haut und Augen sowie heller Stuhl. Allerdings kann die Krankheit auch ohne Symptome verlaufen.

Jährlich infizieren sich den Angaben zufolge bundesweit etwa 50.000 Menschen. Nahezu 600.000 chronisch Infizierte gibt es bereits. Eine chronische Leberentzündung kann eine Schrumpfleber (Zirrhose) oder Leberkrebs hervorrufen und in manchen Fällen zum Tod führen.
(Forumsbeitrag von Frau Mohr)


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© Mike Paßmann, Hamburg